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22.11.2021 Benedikt Kaufmann

Electronic Arts: „Battlefield 2042“ ist eine Enttäuschung

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Electronic Arts

Mit ein paar Wochen Verspätung ist am vergangenen Freitag „Battlefield 2042“ veröffentlicht worden. Die neue Auskopplung der großen Shooter-Reihe von Electronic Arts kann jedoch nicht überzeugen.

Eigentlich sollte „Battlefield 2042“ am 22. Oktober erscheinen. EA hatte sich jedoch aufgrund Corona-bedingter Schwierigkeiten beim Entwicklerstudio Dice dazu entschieden, das Release auf den 19. November zu verschieben. Die Beta-Version, die es drei Wochen nach dieser Ankündigung zu spielen gab, zeigte dann deutliche technische Probleme.

Schlechte Bewertungen

Viel hat EA zwischen Beta und Release zwar noch glattgebügelt. Doch auch die finale Version von „Battlefield 2042“ kämpft mit zahlreichen Bugs. Auf unterschiedlichen Gaming-Seiten führte dies zu einer schlechteren Bewertung als bei vorangegangenen Teilen des Franchises.

Die PC-Version kommt auf Metacritic seitens der Kritiker durchschnittlich nur 73 von 100 möglichen Punkten. Deutlich schlechter als die beiden Vorgänger „Battlefield V“ mit 81 und „Battlefield 1“ mit 88 Punkten.

Die Spieler-Community äußert mit 2,3 von 10 möglichen Punkten ihren Unmut über ein weiteres verbuggtes Release noch deutlicher. Zudem werden das gestrichene Klassensystem, das fehlende Scoreboard, die geringe Waffenauswahl, die schlechte UI, ein fehlender Server-Browser oder der nicht mehr verfügbare Voice-Chat bemängelt.

Vor und Nachteile der 128-Spieler-Karten

Zwar bringt das Spiel mit der Aufstockung auf 128 Spieler das doppelte an Soldaten auf eine Karte. Aufgrund größerer Maps ist dies jedoch nur in seltenen Fällen spürbar – tatsächlich spürbar ist hingegen die durch die höhere Spielerzahl schlechtere Overall-Performance selbst mit guter Hardware-Ausstattung.

Große Stärke sind die Karten, die ein hohes Maß an Vertikalität und Variabilität bieten sowie die neuen Spielmodi. Während der Portal-Modus alte Map-Klassiker zurückbringt, liefert Hazard Zone einem eingespielten Squad hochspannende Gefechte. Die wenigen Stärken reichen jedoch nicht aus, um insgesamt zu begeistern.

Für Shooter-Fans ist „Battlefield 2042“ kein Muss – jedenfalls nicht zum aktuellen Zeitpunkt. Auch für Anleger signalisiert die jüngste Battlefield-Auskopplung keinen Aktienkauf. DER AKTIONÄR erwartet durch das Release eher negative Impulse für die Aktie von Electronic Arts. Der Ausbruch aus dem Seitwärtstrend ist damit vorerst abgeblasen – und die Unterstützung bei 127 Dollar rückt wieder in den Fokus.

Electronic Arts (WKN: 878372)

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