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12.11.2020 Thorsten Küfner

Buffett-Depot-Aktie Alphabet: Der Druck steigt, was nun?

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Alphabet

Die Aktie von Alphabet hat zuletzt in einem starken Marktumfeld etwas nachgegeben. Dies ist nach der regelrechten Fahnenstange, welche der Kurs zuletzt ausgebildet hatte, aus charttechnischer Sicht aber auch durchaus als gesund zu werten. Indes gibt es für die Aktie, die seit Ende März Mitglied des Langfristigen Musterdepots (Schlag-den-Buffett) ist, erneut Gegenwind.

So haben nun zahlreiche Wettbewerber von Google die mächtige EU-Kommission zum raschen Handeln aufgefordert, da der Konzern seine marktbeherrschende Stellung ausnutze. "Es gibt einen gemeinsamen Wettbewerber, der nicht fair konkurriert - Google", stand in einem gemeinsamen Schreiben, welches 135 Unternehmen (beispielsweise Booking.com, Tripadvisor, StepStone und Trivago) und 30 Industrieverbände verfasst haben. Adressatin ist die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

Anfang Dezember will die Kommission Vorschläge veröffentlichen, wie der Wettbewerb im Internet gestärkt werden könne. Gut möglich sind hierbei strengere Auflagen für die Alphabet-Töchter Google und Youtube sowie für Amazon, Facebook & Co. Zudem hat die EU die Tech-Riesen auch immer wieder mit satten Strafen beleget. Alphabet musste beispielsweise bereits mehr als acht Milliarden Euro bezahlen. Mehr dazu lesen Sie hier.


Alphabet (WKN: A14Y6F)

Die Vorwürfe, dass die großen US-Tech-Konzerne ihre Marktmacht ausnutzen sind natürlich bekannt. Gut möglich, dass der Kurs der Alphabet-Aktie dadurch immer wieder belastet wird. Der Aufwärtstrend ist aber nichtsdestotrotz intakt, die Perspektiven für die Cash-Maschinen Google und Youtube weiterhin gut. Anleger können daher bei der Aktie nach wie vor zugreifen. der Stoppkurs sollte bei 1.040 Euro belassen werden. 

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte: 

Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Alphabet.

Buchtipp: Die Facebook-Gefahr

Facebook ist in die Kritik geraten. Bots, Trolle und Fake News sind Synonyme für die Pro­bleme des Konzerns. Spätestens seit Brexit und Trump sehen Nutzer die Reichweite und die Algorithmen mit Argwohn. Einer von Ihnen: Roger McNamee. Einst stolz darauf, zu den ersten Facebook-Investoren zu gehören, ist der Kapitalgeber und Tech-Experte nun zum scharfen Kritiker geworden. In seinem Buch rechnet er mit Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg ab. Ihre Reaktion auf den Missbrauch des sozialen Netzwerks ist seiner Ansicht nach völlig unzureichend und geht am Kern des Problems vorbei: der Bedrohung unserer demokratischen Grundordnung. „Die Facebook-Gefahr“ ist ein nicht zu überhörender Weckruf – für das Silicon Valley, für die Politik, für uns alle.

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