Apple zündet die nächste Stufe seiner Hardware-Offensive und rüstet seine Desktop-Rechner gezielt für KI-Anwendungen auf. Mit neuen Hochleistungschips zielt der US-Konzern direkt auf Entwickler und anspruchsvolle KI-Forscher ab. Können die neuen Power-Pakete die Apple-Aktie vor dem anstehenden iPhone-Event weiter antreiben?
Im Vorfeld der traditionellen iPhone-Präsentation rückt Apple seine Desktop-Rechner ins Rampenlicht. Der Tech-Riese stattet die Modelle Mac Mini und Mac Studio mit brandneuen Prozessoren aus und macht sie damit zur idealen Plattform für künstliche Intelligenz. Immer mehr Entwickler nutzen Werkzeuge wie OpenClaw, um eigene KI-Agenten lokal auf dem Rechner statt in teuren Cloud-Umgebungen zu betreiben. Genau diesen Trend will der Konzern aus Cupertino für sich nutzen.
Das Highlight der Ankündigung ist der Mac Mini, der nun erstmals mit dem im modernen Zwei-Nanometer-Verfahren gefertigten M6-Chip sowie dem M5 Pro erhältlich ist. Laut Apple verarbeitet das Gerät mit M5 Pro KI-Eingaben achteinhalbmal schneller als die Vorgängergeneration. Durch eine optimierte Speicherarchitektur und dedizierte Neural Engines können Entwickler selbst große Sprachmodelle problemlos lokal trainieren und anpassen. Der Einstiegspreis klettert allerdings um 100 Dollar auf 899 Dollar.
Für professionelle KI-Forscher liefert das Unternehmen das aktualisierte Mac Studio. Ausgestattet mit M5 Max oder dem neuen M5 Ultra vervielfacht sich die Rechenleistung. Das Besondere daran ist, dass mehrere Mac-Studio-Systeme mit Ultra-Chip zusammengeschaltet werden können. Dadurch entsteht ein gigantischer, geteilter Arbeitsspeicher, der selbst Modelle mit Billionen Parametern lokal ausführen kann. Preislich startet die Max-Variante unverändert bei 2.499 Dollar, während der M5 Ultra ab 5.499 Dollar zu haben ist. Die Auslieferung der neuen Modelle beginnt bereits am 22. September.
Die neuen Rechner sichern die starke Marktposition bei Entwicklern ab und eröffnen zusätzliche Margenpotenziale vor dem wichtigen Herbstgeschäft. Jedoch bleibt die Spannung bei der Apple-Aktie groß. Anfang September wird die Entwicklerkonferenz abgehalten, bei der wohl das lang erwartete faltbare iPhone vorgestellt wird. Je nachdem wie die Erwartungen getroffen werden, ist mit einer erhöhten Volatilität zu rechnen. DER AKTIONÄR bleibt im Vorfeld optimistisch gestimmt. Weitere Infos zur Keynote finden Sie hier.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Apple.
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