SpaceX drückt beim Aufbau seiner KI-Infrastruktur aufs Tempo. Elon Musk will die ersten KI-Satelliten bereits im vierten Quartal 2027 in den Orbit bringen. An Bord: Nvidia-Chips. 2028 soll daraus ein orbitales Rechenzentrum mit erheblicher Rechenleistung entstehen. Die Umsetzung soll damit früher als geplant beginnen.
Die Idee ist simpel, die technische Umsetzung anspruchsvoll: SpaceX will Rechenleistung dorthin verlagern, wo sich ein Teil der Daten bereits befindet – in den Orbit. Zum Einsatz soll eine für den Weltraum optimierte Variante des Vera-Rubin-NVL72-Systems von Nvidia kommen. Der erste Start ist für das vierte Quartal 2027 vorgesehen. Im Börsenprospekt war hingegen noch von einem Einsatz im Jahr 2028 die Rede gewesen. Dieser wird nun offenbar vorverlegt.
Damit könnte SpaceX einen neuen Markt für KI-Infrastruktur erschließen. Statt ausschließlich riesige Rechenzentren auf der Erde zu bauen, soll ein Teil der Rechenleistung künftig direkt im Orbit stattfinden.
Auch bei sogenannten Agentic-AI-Anwendungen sieht Musk Potenzial. Vera-CPUs sollen dabei helfen, KI-Agenten schneller zwischen Modellaufrufen, Simulationen und der Ausführung von Code wechseln zu lassen.
Grok und Starmind im Fokus
Die neue Infrastruktur soll unter anderem den Ausbau von Musks KI-Ambitionen unterstützen. Dazu gehört auch die Rechenleistung hinter Grok. Darüber hinaus ist offenbar der Einsatz eines ersten Starmind-Satelliten mit einem optimierten Vera-Rubin-Setup geplant. 2028 soll die orbitale Rechenkapazität dann deutlich ausgebaut werden.
Der Vorteil aus Sicht von SpaceX: Ein orbitales System benötigt keine klassischen Rechenzentrumsstandorte. Flächen, Stromanschlüsse und lokale Netzengpässe spielen damit eine andere Rolle als bei einem herkömmlichen KI-Rechenzentrum.
Ganz ohne Herausforderungen bleibt der Ansatz allerdings nicht. Energieversorgung, Kühlung, Strahlung und Datenübertragung stellen im All völlig andere Anforderungen an die Hardware.
Donald Trump verdient mit
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt derweil Donald Trump. Aus den veröffentlichten Finanzunterlagen geht hervor, dass der US-Präsident am 23. Juni SpaceX-Anteile im Wert von 15.001 bis 50.000 Dollar gekauft hat. Der Kauf war Teil von mehr als 1.000 gemeldeten Wertpapiergeschäften im selben Monat (DER AKTIONÄR berichtete).
Die News hat die Anleger bislang kaltgelassen: Nachdem das Papier gestern im regulären US-Handel rund 1,4 Prozent nachgegeben hatte, stagnierte der Kurs nachbörslich. Mit 135 Dollar notiert die Aktie aktuell exakt auf dem Niveau des größten IPO aller Zeiten. Musk muss nun zunächst beweisen, dass sich seine ambitionierte Vision auch tatsächlich umsetzen lässt. Langfristig bleibt der Titel jedoch aussichtsreich. Deshalb hat DER AKTIONÄR die SpaceX-Aktie jüngst ins AKTIONÄR-Depot aufgenommen.
Jetzt AKTIONÄR-Depot freischalten
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: SpaceX, Nvidia.
SpaceX- und Nvidia-Aktien befinden sich in einem Realdepot der Börsenmedien AG.
Heute, 06:37
Bei Google bevorzugen