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AMD, Infineon, Nvidia & Co: Keine guten Nachrichten für Chip-Aktien

AMD, Infineon, Nvidia & Co: Keine guten Nachrichten für Chip-Aktien
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Infineon Technologies AG -%
29.11.2022, 09:24 ‧ Benedikt Kaufmann

Halbleiter-Aktien haben in dieser Woche keinen guten Stand. Denn direkt zu Wochenbeginn verunsicherte die Anleger eine Studie der Marktforscher von Gartner, die nicht nur einen deutlichen Wachstumsrückgang des weltweiten Chip-Marktes in diesem Jahr erwartet, sondern sogar eine Kontraktion im kommenden Jahr.

Es ist eine trübe Prognose, die Gartner am Montag für den Chip-Sektor veröffentliche: Die weltweiten Halbleiterumsätze werden 2022 nur um vier Prozent wachsen und 2023 um 3,6 Prozent zurückgehen.

Die Aktien von AMD, Infineon, Intel, Nvidia, Qualcomm oder Texas Instruments reagierten negativ auf die Meldung. Alle 30 Mitglieder des Philadelphia Semiconductor Index verloren am Montag an Wert und der Index selbst musste 2,6 Prozent abgeben.

„Die kurzfristigen Aussichten für den Halbleiterumsatz haben sich eingetrübt", kommentierte Gartner-Experte Richard Gordon laut Pressemitteilung. "Die rapide Verschlechterung der Weltwirtschaft und die nachlassende Verbrauchernachfrage werden den Halbleitermarkt im Jahr 2023 negativ beeinflussen.“

Die Schwäche auf den Verbrauchermärkten sei laut Gartner vor allem auf den Rückgang des verfügbaren Einkommens zurückzuführen, der durch steigende Inflation und Zinssätze verursacht werde. Eine Rolle spiele jedoch auch, dass sich die Ausgaben auf Reisen, Freizeit und Unterhaltung verschoben hätten, was sich negativ auf die Technologiekäufe auswirke.

Auf der anderen Seite hätten sich die unternehmensorientierten Märkte in den Bereichen Netzwerke, Industrie, Medizin oder Transportwesen trotz der sich abzeichnenden makroökonomischen Abschwächung und geopolitischer Bedenken bisher relativ gut gehalten.

„Die relative Stärke der unternehmensorientierten Märkte ist auf strategische Investitionen der Firmen zurückzuführen, die ihre Infrastruktur ausbauen wollen, um ihre Mitarbeiter bei Homeoffice zu unterstützen oder Expansionspläne und Digitalisierungsstrategien voranzubringen“, so Gordon.

Der kurzfristige Druck auf die Halbleiteraktien aufgrund der schwächelnden Verbrauchermärkte hält damit an und konsolidiert das Wachstum aus Corona-Zeiten. Die langfristigen Aussichten für die Aktien von Nvidia oder Infineon bewertet DER AKTIONÄR jedoch nach wie vor positiv. Nvidia dürfte im Datacenter weiterhin Vollgas geben und das schwache Gaming-Segment auffangen. Infineon profitiert von einer weiterhin stabilen Industrienachfrage.

AMD (WKN: 863186)

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia

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