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13.12.2019 Benedikt Kaufmann

Adobe nach Zahlen +3% – Rallye kann weitergehen

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Adobe Systems

Adobe hat mit den Zahlen zum vierten Quartal die Umsatzerwartungen der Wall Street übertroffen. Die Rallye kann damit weitergehen.

Der Umsatz stieg im vierten Quartal um 21 Prozent auf 2,99 Milliarden Dollar bei Gewinnen je Aktie von 1,74 Dollar. Analysten erwarteten einen Umsatz von 2,97 Milliarden Dollar bei Gewinnen je Aktie von 2,26 Dollar.

Für das abgeschlossene Geschäftsjahr bedeutet dies einen Umsatz von 11,17 Milliarden Dollar bei einem Gewinn je Aktie von 7,87 Dollar.

Adobe Pressemitteilung zum Q4

Die Sparten im Überblick

„Mit der phänomenalen Performance im Q4 erreichen wir Rekordumsätze von über elf Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2019“, kommentierte Adobe-CEO Shantanu Narayen die Zahlen.

Die Sparte „Creative“ rund um das Flaggschiffprodukt Photoshop wuchs um 21 Prozent auf 6,48 Milliarden Dollar. Für besonderes Wachstum von über 30 Prozent sorgten innerhalb des Segments zusätzliche Services wie beispielsweise die Adobe Bilddatenbank mit über 100 Millionen Bildern. Darüber hinaus wies die Geschäftsführung auf die verbesserte Kundenbindung hin.

Die Umsätze der „Document Cloud“ wuchsen um 25 Prozent, die Sparte rund um den bekannten Acrobat Reader bleibt mit einem Umsatz von 1,22 Milliarden Dollar jedoch das kleinste Segment. Das Wachstum der Document Cloud wird vor allem durch zusätzliche Nutzer, die Umstellung von Lizenzen auf Abonnements und neue Mobile-Apps angetrieben.

Das Segment „Digital Experience“ sorgte für das stärkste Wachstum innerhalb des Softwarekonzerns. Die Experience Cloud, die unterschiedliche Lösungen für Marketing, Analysen, Werbung und E-Commerce auf einer Cloud-Plattform bündelt, wuchs um 31 Prozent auf 3,21 Milliarden Dollar.

Prognose verunsichert nur bedingt

Alles in allem ein starkes operatives Jahr für Adobe – und auch für die Aktie. Das starke Wachstum jenseits der 20-Prozent-Marke ist für Investoren wichtig, um die hohe Bewertung der Adobe-Aktie zu rechtfertigen. Hier könnte sich jedoch etwas Unangenehmes anbahnen.

Denn die Geschäftsführung kündigte an, mit einem erwarteten Umsatz von 13,15 Milliarden Dollar im neuen Geschäftsjahr unter der 20-Prozent-Marke zu bleiben. Adobe wäre damit einer der ersten großen SaaS-Aktien, die weniger als 20 Prozent pro Jahr wachsen. Die Analysten stören sich jedoch nicht an der Wachstumsprognose und haben reihenweise die Kursziele erhöht.

Die stabile Profitabilität, das starke Wachstum und hervorragende Zukäufe bleiben die wichtigsten Argumente für die Aktie von Adobe. DER AKTIONÄR erhöht ebenfalls das Ziel auf 335 Euro und zieht den Stopp auf 230 Euro nach.

Sicherlich ist die Bewertung mit einem 20er-KGV von 31 schon eher fortgeschritten. Doch ein gewisser Aufpreis ist angesichts der zahlreichen marktführenden Lösungen im Portfolio angemessen. Spannend wird, wie die Konkurrenzsituation in der Experience Cloud mit Größen wie Microsoft, Salesforce oder SAP künftig gelöst wird.

Adobe Systems (WKN: 871981)