Ein Trade, den jetzt sogar US-Präsident Donald Trump bejubelt: Intel zündet ein Comeback, das selbst Optimisten überrascht. Die Aktie hat im April rund 115 Prozent zugelegt – und beschert der US-Regierung laut Trump einen Buchgewinn von über 30 Milliarden Dollar. Für AKTIONÄR-Leser ist das keine neue Story.
Trump schrieb auf seiner Social-Media-Plattform von einem „sehr erfolgreichen Deal“ und betonte gewohnt selbstbezogen, er habe die USA in nur 90 Tagen um mehr als 30 Milliarden Dollar reicher gemacht. Hintergrund: Der Staat hatte im Sommer rund 10 Prozent an Intel gekauft – zu einem Kurs von gut 20 Dollar. Inzwischen notiert die Aktie zeitweise nahe 95 Dollar. Der Wert der Beteiligung: über 40 Milliarden Dollar.
Doch hinter der Rally steckt mehr als Politik. Der Chipkonzern hat zuletzt operativ deutlich besser abgeschnitten als erwartet. Im ersten Quartal lag der Gewinn je Aktie bei 0,29 Dollar – Analysten hatten im Schnitt nur 0,01 Dollar erwartet. Auch der Umsatz überzeugte mit 13,6 Milliarden Dollar und lag klar über den Prognosen von 12,4 Milliarden Dollar.
Noch wichtiger ist der Ausblick. Für das zweite Quartal stellt Intel Erlöse zwischen 13,8 und 14,8 Milliarden Dollar in Aussicht. Auch das liegt deutlich über den Erwartungen des Marktes (13 Milliarden).
Turnaround läuft
Lange galt Intel als klarer Verlierer im KI-Boom – abgehängt von Nvidia, AMD und TSMC. Doch seit einigen Monaten setzen Investoren darauf, dass Intel beim Ausbau der US-Chipproduktion, bei Rechenzentren und im KI-Umfeld wieder eine größere Rolle spielt.
Hinzu kommt politische Unterstützung. Die Beteiligung der US-Regierung wirkt vertrauensbildend.
Leser von DER AKTIONÄR sind bei der Rally längst dabei. Die Redaktion hatte Intel bereits vor der politischen Unterstützung und vor dem aktuellen Momentum auf dem Zettel. Und die jüngsten Prognosen von großen Tech-Konzernen haben unterstrichen, dass in den Chip-Sektor auch künftig Milliarden-Investitionen fließen werden.
Heute, 17:09