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05.07.2021 Benedikt Kaufmann

AMD: Auf dem Weg zu neuen Rekordhochs

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AMD

Erst die Genehmigung für die Xilinx-Übernahme durch Großbritannien und die EU, dann die schlechten Nachrichten vom großen Konkurrenten Intel – die Aktie von AMD befindet sich aktuell voll im Rallyemodus und kurz vor einem neuen Allzeithoch.

Das Marktumfeld für Halbleiterkonzerne bleibt aufgrund der starken Chip-Nachfrage hervorragend. Die Analysten der Bank of America rechnen alleine in diesem Jahr mit einem Marktwachstum von 20 Prozent. Als einen der großen Profiteure nennen die BofA-Experten dabei die Aktie von AMD.

Attraktive Konstellation am Markt

Kein Wunder, denn Rückenwind erhält der Prozessoren-Entwickler nicht nur durch die positive Marktlage, sondern auch dank der Schwächen des großen Konkurrenten Intel. Denn beim Halbleiter-Riesen kommt erneut ein wichtiger Chip später als geplant. Die Produktion des neuen Data-Center-Chips mit dem Codenamen "Sapphire Rapids" soll nun im ersten Quartal 2022 beginnen und im Vierteljahr darauf hochgefahren werden. Ursprünglich war "Sapphire Rapids" noch für dieses Jahr angekündigt worden.

Die Experten der BofA erwarten, dass AMD seinen Marktanteil bei Server-Chips weiter ausbaut – bis zu 25 Prozent könnte der Intel-Rivale erreichen. Aktuell solle der AMD-Anteil bei den Prozessoren für Rechenzentren zwischen zehn und elf Prozent liegen. Ein derartiger Zugewinn dürfte sich laut der BofA massiv auf die Gewinne je Aktie auswirken. Für das Geschäftsjahr 2022 rechnen die Analysten hier mit 4,00 Dollar während der Konsens nur von 2,65 Dollar ausgeht.

Fortschritte bei der Xilinx-Übernahme

Erfolge im lukrativen Server-Geschäft sind jedoch nicht die einzigen Kurstreiber, die der Aktie von AMD in den vergangenen fünf Tagen ein Plus von rund elf Prozent beschert haben. Positiv auf die Kursentwicklung schlagen auch die Fortschritte bei der Xilinx-Übernahme durch.

Nachdem Großbritannien vergangenen Dienstag seine Zustimmung zur Akquisition des FPGA-Entwicklers gab, folgte am Mittwoch die Europäische Union. Damit fehlt für einen erfolgreichen Abschluss des 35 Milliarden Dollar schweren Deals nur noch die Zustimmung aus China.

Die schwungvolle Kursentwicklung der vergangenen Handelstage hat die AMD-Aktie wieder an die Zwischenhochs aus Dezember und Januar im herangeführt. Zwar dürfte am heutigen Montag die Rallye vorerst ausgebremst werden – jedoch nur aufgrund des geschlossenen US-Handels. Ein neues Kaufsignal durch die Überwindung der jüngsten Hochs zwischen 96 und 98 Dollar sollte die Aktie leicht über die 100-Dollar-Marke katapultieren.

AMD (WKN: 863186)