Nach schwachen Vorgaben vom Vortag versuchen sich die großen US-amerikanischen Indizes an einer Stabilisierung. Etwas Unterstützung gibt es vonseiten der Öl-Preise, die an die Gewinne vom Donnerstag vorerst nicht anknüpfen können. Alles in allem bleibt die Lage rund um den Iran-Krieg allerdings sehr angespannt.
Die iranischen Revolutionsgarden halten an ihrer Blockade der Straße von Hormus im Persischen Golf fest. Die Kommandozentrale der Garden erklärte laut der ihr nahe stehenden Nachrichtenagentur Fars, dass sie einer Anweisung des neuen Religionsführers Modschtaba Chamenei folge.
Die Öl-Preise (WTI und Brent) gaben am Freitag zwar etwas nach, halten sich aber hartnäckig auf hohem Niveau. Der Preis für ein Fass der US-Rohölsorte WTI lag mit knapp 94 US-Dollar noch immer um fast die Hälfte über dem Niveau von vor dem Angriff der USA und Israels auf den Iran.
Unter Druck stehen indes die Anteile von Adobe. Das US-amerikanische Software-Unternehmen hat am Donnerstag nach Börsenschluss die Marktteilnehmer mit der jüngsten Zahlenvorlage nicht vom Hocker gerissen. Zudem wird der Adobe-CEO Shantanu Narayen bald seinen Posten räumen. Analysten reagieren reihenweise mit Kurszielsenkungen. Die britische Bank Barclays stufte die Papiere sogar von "Overweight" auf "Equal-weight" ab.
Die Papiere von Ulta Beauty sackten ebenfalls um 7,5 Prozent ab. Die auf Kosmetik spezialisierte Filialkette enttäuschte mit der Prognose für das Umsatzwachstum in diesem Jahr.
An der Wall Street in New York zeichnet sich zwar ein stabiler Wochenausklang ab. Allerdings bleibt die geopolitische Lage im Nahen Osten äußerst angespannt und die Öl-Preise verweilen entsprechend auf einem hohen Niveau. DER AKTIONÄR wird die weiteren Entwicklungen verfolgen und über die wichtigsten börsenrelevanten Nachrichten berichten.
Enthält Material von dpa-AFX
Heute, 13:52