Die US-Börsen knüpfen zum Handelsstart am Donnerstag an ihre Rekordfahrt an. Nach den historischen Schlussständen vom Mittwoch behaupten der S&P 500 und der Nasdaq ihr Niveau auf Allzeithoch. Während Friedenshoffnungen im Nahen Osten die Stimmung stützen, rückt PepsiCo nach starken Quartalszahlen in den Fokus.
Die Bullen bleiben am Drücker. Nachdem der S&P 500 am Mittwoch erstmals über der Marke von 7.000 Punkten schloss und der Nasdaq Composite die 24.000 Zähler knackte, halten die Indizes diese Marken zur Eröffnung. Beide Benchmarks legen zum Start rund 0,2 Prozent zu. Damit hat der Markt die Kursverluste seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar vollständig aufgeholt.
Diplomatie verdrängt Kriegsangst
Hinter der Rally steht die Aussicht auf ein Ende der Kämpfe. US-Präsident Donald Trump betonte in einem Interview mit Fox Business, der Krieg sei „sehr nah am Ende“. Teheran wolle „unbedingt einen Deal machen“. Parallel dazu beginnen heute Gespräche zwischen Israel und dem Libanon. Da der Iran dies zur Bedingung für Verhandlungen gemacht hat, setzt die Wall Street auf eine nachhaltige Entspannung.
Einzelwerte im Fokus
An der Unternehmensfront steht PepsiCo im Rampenlicht (DER AKTIONÄR berichtete). Der Konzern schlug die Erwartungen und profitiert sichtlich von seiner Preisstrategie. Die Aktie legt zum Start um drei Prozent zu.
Dagegen gerät Charles Schwab unter Druck und verliert rund fünf Prozent. Zwar kündigte der Broker als Reaktion auf die Konkurrenz von Robinhood den Start eines direkten Handels für Bitcoin und Ethereum an, doch am Markt wiegt die Umsatzenttäuschung im ersten Quartal derzeit schwerer.
Auch Abbott Laboratories verliert deutlich: Der Pharmakonzern senkte seine Gewinnprognose, woraufhin die Aktie zum Handelsstart über drei Prozent nachgibt.
Im Tech-Sektor sorgt Nvidia für Aufsehen mit neuen KI-Modellen für Quanten-Computing. Während Nvidia leicht nachgibt, springen spezialisierte Werte wie D-Wave Quantum oder Rigetti Computing um bis zu acht Prozent an.
Arbeitsmarkt bleibt robust
Die jüngsten Makrodaten untermauern derweil das Bild einer resilienten US-Wirtschaft. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen mit 207.000 niedriger aus als prognostiziert. Der Arbeitsmarkt bleibt trotz hoher Zinsen stabil. Das gibt der Fed weiterhin Spielraum, liefert den Bullen aber derzeit keine Argumente für schnelle Zinssenkungen.
Die Wall Street feiert die Friedenshoffnung. Die Meilensteine bei 7.000 und 24.000 Punkten dienen nun als Unterstützung. Solange die Diplomatie die Oberhand behält, bleibt das Marktumfeld konstruktiv. Wer keine Rekordchance mehr verpassen will: In der neuen Ausgabe von DER AKTIONÄR finden Sie fünf weitere Aktien mit hohem Potenzial. Hier als E-Paper erhältlich.
Heute, 16:10