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Foto: Quelle: The B Word
22.07.2021 Nikolas Kessler

Lieber Bitcoin als Negativzinsen und mögliches Bitcoin-Comeback bei Tesla – "The B-Word" beflügelt

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Bitcoin

Trotz seiner Kritik am hohen Energieverbrauch beim Bitcoin-Mining hat sich Tesla-Chef Elon Musk am Mittwochabend bei der Branchenkonferenz „The B Word“ ganz grundsätzlich zu Kryptowährungen bekannt. „Ich würde gerne sehen, wie der Bitcoin Erfolg hat“, sagte Musk. Das war aber nicht das einzige Signal an den zuletzt gebeutelten Kryptomarkt.

In der gut einstündigen Diskussionsrunde, an der neben Musk auch Square-Chef Jack Dorsey, Ark-Invest-CEO Cathie Wood sowie Steve Lee von Square Crypto als Moderator teilnahmen, hat sich der Tesla-Chef ausführlich dazu geäußert, warum seine Firma aktuell keine Bitcoin-Zahlungen mehr akzeptiert. 

„Teslas Mission ist es, nachhaltige Energien zu fördern. Wir können keine Firma sein, die das tut und sich gleichzeitig nicht um den Energieverbrauch beim Bitcoin schert.“

Quelle: The B Word
Cathie Wood, Elon Musk, Jack Dorsey und Steve Lee haben am Mittwochabend bei der Branchenkonferenz "The B Word" über die Zukunft des Bitcoin diskutiert.

Doch laut Musk gibt es positive Entwicklungen. „Es sieht so aus, als ob sich Bitcoin viel stärker in Richtung erneuerbarer Energien verlagert und eine Reihe der Kohlekraftwerke, die insbesondere in China zweifelsohne genutzt wurden, geschlossen wurden“, so der Tesla-Chef.

Er wolle die Zahlen noch genauer prüfen, doch es sehe so aus, als liege der Anteil erneuerbarer Energien beim Bitcoin-Mining bei mindestens 50 Prozent – Tendenz weiter steigend. „Wenn das der Fall ist, wird Tesla wieder Bitcoin akzeptieren“, kündigte Musk an.

"I might pump, but I don’t dump"

Für Aufsehen sorgten zudem die Aussagen zu den Krypto-Investments, die er persönlich und über seine Unternehmen Tesla und SpaceX getätigt hat. „Ich besitze Bitcoin, Tesla besitzt Bitcoin, SpaceX besitzt Bitcoin. Ich persönlich besitze noch etwas Ethereum und Dogecoin“, sagte Musk gleich in der Eröffnungsrunde (DER AKTIONÄR berichtete). 

Zudem bestätigte er, dass es sich dabei um langfristige Investments handle. Daran hatte es zuletzt vermehrt Zweifel gegeben. „Wenn der Bitcoin fällt, verliere ich Geld“, so Musk. Es gehe ihm sicher nicht darum, den Preis künstlich in die Höhe zu treiben, um dann zu verkaufen. „Ich würde gerne sehen, wie der Bitcoin Erfolg hat.“

Im weiteren Verlauf kamen Musk und die übrigen Teilnehmer dann auch noch auf das eigentliche Thema von „The B Word“ zu sprechen, nämlich die möglichen Vorteile von Krypto-Investments für das Cash-Management von Unternehmen. Dass Tesla etwa in Europa negative Zinsen auf Bankguthaben zahlen müsse, mache ihn „verrückt“, so Musk. Das Geld solle besser in Bitcoin gesteckt werden.

Bitcoin (ISIN: CRYPT0000BTC)

Am Kryptomarkt wurden die Aussagen von Elon Musk und seinen Mitstreitern klar positiv aufgenommen. Noch während der Diskussionsrunde haben Bitcoin und die meisten Altcoins ihre Gewinne spürbar ausgebaut. Der Effekt wirkt auch am Donnerstagvormittag noch nach: Auf 24-Stunden-Sicht notiert der Bitcoin rund vier Prozent höher und hat zwischenzeitlich die Marke von 32.000 Dollar zurückerobert.

Damit ist der Bitcoin-Kurs zwar nach wie vor nicht gänzlich aus dem Schneider, doch die Richtung stimmt wieder. Für mutige Anleger mit langem Atem ist und bleibt der Bitcoin eine spannende Depotbeimischung.

Hinweis auf Interessenskollision:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin, Ethereum.

Autor Nikolas Kessler ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR Depot" von DER AKTIONÄR.   

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