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Deutsche Wirtschaft: China verfehlt Prognose – Index jetzt 49,3

Deutsche Wirtschaft: China verfehlt Prognose – Index jetzt 49,3
Foto: Juan-Garcia-Hinojosa/shutterstock
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Ingo Nix Heute, 07:10 ‧ Ingo Nix
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Für die deutsche Wirtschaft kommt das nächste Warnsignal aus China, und es trifft das Herz der deutschen Industrie. Der offizielle chinesische Einkaufsmanagerindex für die Industrie fiel im Oktober auf 49,3 Punkte, nach 50,1 im September. Ökonomen hatten im Mittel 49,9 erwartet. Werte unter 50 zeigen eine schrumpfende Industrie, das Wachstum hielt damit nur einen Monat.

VW, Mercedes, BASF: Wie stark hängen sie an China?

Die Teilindizes zeigen, wo es hakt: Die Neuaufträge sanken auf 49,4 Punkte, die Exportaufträge auf 48,7. Die Autobauer spüren das längst. Volkswagen lieferte im dritten Quartal in China 405.800 Fahrzeuge aus, 38,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Damit ging nur noch gut jedes fünfte Konzernauto nach China. Aus seinen chinesischen Gemeinschaftsunternehmen erwartet VW für 2026 nur noch ein Ergebnis um die Gewinnschwelle, vor Abschreibungen. Mercedes-Benz verkaufte dort im selben Quartal 31 Prozent weniger Autos und senkte am 27. Oktober die Renditeprognose der Pkw-Sparte von drei bis fünf auf zwei bis drei Prozent.

BASF steht operativ anders da: Der Chemiekonzern hob am 28. Oktober die Prognose für das EBITDA vor Sondereinflüssen 2026 auf 7,4 bis 7,8 Milliarden Euro an, nachdem um zwölf Prozent höhere Preise den Quartalsumsatz getrieben hatten. Beim Zukauf hakt es dagegen. Evonik lehnte am 30. Oktober Verhandlungen über die auf 24 Euro je Aktie erhöhte Offerte im Wert von gut elf Milliarden Euro ab. Ohne die RAG-Stiftung, die 43 Prozent hält, ist ein Deal kaum machbar. BASF-Chef Markus Kamieth begründet den Vorstoß mit der Konsolidierung der europäischen Chemie, will aber nicht um jeden Preis kaufen. Offen ist nur ein vertraulicher Austausch, am 3. November legt Evonik Quartalszahlen vor.

Gesamtwirtschaftlich trifft beides denselben Nerv: Autos und Chemie hängen am Export, und das Bruttoinlandsprodukt wuchs im dritten Quartal nur um 0,2 Prozent zum Vorquartal, bei sinkenden Investitionen und langsamer wachsenden Exporten. Etwas Entwarnung gibt der private RatingDog-Index, der am Montag 52 Punkte zeigte.

DAX (WKN: 846900)

Der DAX schloss am Freitag, 30. Oktober, bei 25.818 Punkten, 0,85 Prozent tiefer. Der Index liegt 3,01 Prozent unter dem Allzeithoch vom 28. August bei 26.619 Punkten, erster Widerstand ist das Freitagshoch bei 26.026 Punkten. Über der 50-Tage-Linie bei 25.579 Punkten liegt der Index 0,94 Prozent, knapp darunter verläuft die 100-Tage-Linie bei 25.512 Punkten. Über der 200-Tage-Linie bei 24.894 Punkten sind es 3,71 Prozent.

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