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10.01.2022 Thomas Bergmann

DAX gibt 16.000 auf – Zinsanstieg verunsichert Investoren

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Eine halbe Stunde nach Handelsstart an der Wall Street präsentieren sich die US-Indizes ganz schwach. Der technologielastige Nasdaq 100 verliert sogar erneut mehr als zwei Prozent, wobei die steigenden Anleiherenditen das Sentiment besonders belasten. Der DAX kann sich dem nicht entziehen und droht die nächste Unterstützung zu durchbrechen.

Neben der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante sorgt der starke Anstieg der Anleiherenditen für Verunsicherung bei den Anlegern. Erstmals seit dem Jahreswechsel 2019/20 notieren die 10-jährigen US-Bonds wieder bei 1,80 Prozent – vor fünf Tagen waren es noch 1,65 Prozent.

Entsprechend groß sind die Kursverluste bei den Tech-Aktien: Auf dem deutschen Kurszettel sind Sartorius Vz. (-7,7 Prozent), Infineon (-4,7), Auto1 Group (-7,3), Carl Zeiss Meditec (-5,7) oder Basler (-11.5) die größten Verlierer. Der Chip-Ausrüster ASML verliert sechs, der Bezahldienstleister Adyen neun Prozent. Selbst das Schwergewicht Amazon büßt 3,7 Prozent ein.

Der Abverkauf bei den Tech-Aktien hat aber mittlerweile auch den breiten Gesamtmarkt erfasst. Der Dow Jones verliert zur Stunde 500 Zähler, der S&P 500 mehr als 80 Punkte oder 1,75 Prozent. Der DAX hält sich etwas besser mit einem Minus von 1,2 Prozent auf 15.764.

DAX (WKN: 846900)

Mit dem deutlichen Unterschreiten der 16.000er-Marke hat der DAX eine Doppel-Top-Formation erfolgreich zum Abschluss gebracht. Erfolgreich für diejenigen, die auf fallende Kurse setzen. Nachdem auch die Marke von 15.800 nicht zu halten scheint, droht dem DAX in den nächsten Tagen einen Rücksetzer auf die wichtige 200-Tage-Linie, die bei 15.573 verläuft.

Am Freitag hatte DER AKTIONÄR die Empfehlung ausgesprochen, sein Depot bei DAX-Kursen unter 15.900 mit einem Put abzusichern. Das Papier mit der WKN JN7V2N von JPMorgan ist seitdem von etwa 9,80 Euro auf 10,64 Euro gestiegen.

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