Wenn CNBC einen Token zum „Hottest Crypto-Trade“ des Jahres 2026 kürt, sollten bei Anlegern eigentlich die Sektkorken knallen. Doch bei XRP folgte auf die mediale Krönung zum „neuen Krypto-Liebling“ prompt die Ernüchterung an der Kurstafel. Der Ripple-Token rutschte um mehr als sechs Prozent ab.
Der Kurs fiel auf 2,18 Dollar zurück, nachdem die Bullen vergeblich versucht hatten, die Marke von 2,32 Dollar zu durchbrechen. Dieser Rücksetzer dämpft den fulminanten Start ins Jahr 2026, in dem XRP die Platzhirsche Bitcoin und Ethereum in der ersten Januarwoche klar outperformte. Während Bitcoin in einer zähen Seitwärtsspanne verharrt und Ethereum weiter nach Momentum sucht, zog XRP frisches Kapital an.
Institutionelle Stütze
Fundamentalen Rückenwind liefern weiterhin die US-gelisteten Spot-XRP-ETFs. Marktdaten zeigen, dass die Nettozuflüsse auch Anfang Januar anhalten – ein Trend, der sich deutlich von den stotternden Flows bei Bitcoin- und Ethereum-Produkten abhebt.
Auch On-Chain-Daten stützen das bullishe Szenario: Die Börsenbestände sinken kontinuierlich, was auf ein verknapptes Angebot hindeutet. Gleichzeitig ziehen Netzwerkaktivität und soziales Sentiment an.
Das Risiko des „Crowded Trade“
Dennoch birgt das Label „Wall Street Darling“ Risiken. Momentum-Trades sind anfällig: Sobald der breite Markt schwächelt oder der Kurs an technischen Hürden scheitert, kippt die Stimmung oft schneller als die Zuflüsse. Das aktuelle Scheitern an der 2,28-Dollar-Marke zeigt, dass selbst das stärkste Narrativ erst Schlüsselwiderstände überwinden muss.
Die Spannung im Orderbuch ist greifbar. Während CNBC und institutionelle ETF-Käufer die Story stützen, kämpft der Kurs mit der technischen Realität. Ob XRP nun einen Kauf wert ist oder nicht, erfahren Anleger in der aktuellen AKTIONÄR-Ausgabe.
08.01.2026, 09:30