Prominente Skepsis im Krypto-Sektor: Milliardär Mark Cuban sorgt mit deutlichen Aussagen für Aufsehen. Nach einem harten Kurswechsel zieht der Unternehmer in seinem Portfolio Konsequenzen und wirft den Großteil seiner Bitcoins frustriert auf den Markt.
„Enttäuschend“ nennt Mark Cuban die jüngste Entwicklung des Bitcoin. Im US-Podcast Front Office Sports rechnete der prominente Investor und ehemalige Besitzer der Dallas Mavericks mit der Kryptowährung ab. Der Auslöser für seinen plötzlichen Strategiewechsel: Das Versagen des Bitcoin als Absicherung („Hedge“) in Krisenzeiten.
Bislang galt Bitcoin in der Krypto-Community als „digitales Gold“. Ein sicherer Hafen, der das Portfolio schützt, wenn Geopolitik und Inflation eskalieren. Für Cuban ist dieses Narrativ im Zuge des Iran-Kriegs endgültig flöten gegangen.
Während der Goldpreis angesichts der Spannungen im Nahen Osten explodierte und die Marke von 5.000 Dollar pro Unze durchbrach, krebst der Bitcoin-Kurs aktuell bei knapp unter 77.000 Dollar herum – rund 40 Prozent unter seinem Rekordhoch vom vergangenen Oktober. Wenn die Welt brennt und der US-Dollar wackelt, müsse Bitcoin steigen – das sei jedoch schlichtweg nicht passiert, so Cuban enttäuscht.
Die Konsequenz: Der Tech-Investor hat rund 80 Prozent seiner Bitcoin-Bestände auf den Markt geworfen. Vor diesem Schritt machten die Coins rund 60 Prozent seines gesamten Krypto-Portfolios aus. Noch im Jahr 2021 hatte er betont, seine Positionen „niemals“ zu verkaufen. Während er Bitcoin als Makro-Hedge komplett abgeschrieben hat, bleibt er gegenüber Ethereum wegen des technologischen Nutzens im Zahlungsverkehr etwas milder gestimmt.
Charttechnische Hängepartie
Bitcoin scheiterte zuletzt wiederholt an der Marke von 80.000 Dollar. Solange dieser Widerstand nicht nachhaltig überschritten ist, bleibt die Aufwärtsdynamik blockiert. Nach unten hin bietet die Unterstützung bei 75.000 Dollar vorerst Halt. Fällt der Kurs unter diesen Support, drohen weitere Verluste.
Bestehende Positionen können gehalten werden. Ein Neueinstieg oder das Aufstocken von Positionen drängt sich auf dem aktuellen Niveau jedoch nicht auf. Trader warten erst ein nachhaltiges Break über die Marke von 80.000 Dollar ab.
FAQs
Wer ist Mark Cuban?
Mark Cuban ist ein US-amerikanischer Unternehmer und Milliardär. Vielen ist er als Investor aus der TV-Sendung Shark Tank (dem US-Pendant zu Die Höhle der Löwen) bekannt. Seinen Reichtum baute er mit dem Verkauf des Streaming-Pioniers Broadcast.com an Yahoo auf. Zudem war er langjähriger Besitzer des NBA-Teams Dallas Mavericks. Forbes schätzt sein aktuelles Vermögen auf rund sechs Milliarden Dollar.
Warum gilt die Marke von 80.000 Dollar beim Bitcoin als so wichtig?
Die Marke von 80.000 Dollar fungiert im aktuellen Marktumfeld als psychologisch und technisch entscheidender Pivotpunkt. In den vergangenen Wochen prallte der Kurs dort mehrfach nach unten ab. Warum dieses Niveau über den weiteren Trend entscheidet, hat DER AKTIONÄR bereits detailliert in der Analyse „Bitcoin: Breakout oder Fakeout?“ aufgeschlüsselt.
Wie viele Bitcoins wird es insgesamt geben?
Die maximale Geldmenge des Bitcoin ist im Quellcode unwiderruflich auf 21 Millionen Einheiten begrenzt. Davon sind aktuell bereits über 95 Prozent (mehr als 20 Millionen BTC) durch das sogenannte Mining erzeugt worden. Diese künstliche Verknappung soll das Asset langfristig vor Inflation schützen.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
Heute, 18:55