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Bayer: Es geht schneller

Bayer: Es geht schneller
Foto: NurPhoto | Ying Tang/picture alliance/dpa
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Michel Doepke Heute, 07:36 Michel Doepke

Der positive Newsflow aus der Pharma-Division von Bayer reißt nicht ab. Nach guten Neuigkeiten zum Blockbuster-Kandidaten Asundexian in Japan und den USA (DER AKTIONÄR berichtete) können sich die Leverkusener auf eine beschleunigte Prüfung einer möglichen Zulassungserweiterung für Kerendia (Finerenon) einstellen.

Bayer strebt eine weitere Marktzulassung für das Mittel zur Behandlung der chronischen Nierenerkrankung (CKD) in Verbindung mit Typ-1-Diabetes (T1D) an. Die zuständige US-Behörde FDA hat den Antrag auf Prüfung angenommen und eine vorrangige Prüfung („Priority Review“) initiiert. Bayer stützt sich beim erweiterten Zulassungsantrag auf die Daten der Phase-3-Studie "FINE-ONE".

Bei einer entsprechenden Zulassung würde Finerenon die erste neue Behandlungsoption seit über 30 Jahren in dieser Indikation werden. Durch das beschleunigte Zulassungsverfahren kann Bayer nun mit einer FDA-Entscheidung in etwa sechs Monaten rechnen. Bei einer Standardprüfung wären es zehn Monate.

Finerenon ist bereits unter den Handelsnamen Kerendia respektive Firialta in mehr als 100 Ländern für die Behandlung der chronischen Nierenerkrankung (CKD) in Verbindung mit Typ-2-Diabetes (T2D) bei Erwachsenen zugelassen. In anderen wichtigen Kernmärkten darf das Mittel auch zur Behandlung von Herzinsuffizienz und einer linksventrikulären Auswurffraktion (LVEF) von mindestens 40 Prozent zum Einsatz kommen.

Das Mittel gehört zu den Wachstumstreibern im Pharma-Portfolio von Bayer: Nominal legten die Erlöse im ersten Quartal um gut 70 Prozent auf 274 Millionen Euro zu.

Bayer (WKN: BAY001)

Bei Bayer läuft es in der Pharma-Sparte weiter rund. Kurzfristig richtet sich der Fokus allerdings weiter auf die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten in den USA. Hier sind in den kommenden Wochen richtungsweisende News zu erwarten. Anleger verharren weiter an der Seitenlinie.

FAQs:

Was macht Bayer?

Das deutsche Traditionsunternehmen mit Sitz in Leverkusen ist in drei Divisionen gegliedert: Pharma, Crop Science und Consumer Health.

Warum ist Bayer eng mit Monsanto verbunden?

Im September 2016 unterzeichnete der DAX-Konzern eine bindende Fusionsvereinbarung zur Übernahme des US-Agrarkonzerns Monsanto. Durch die Transaktion haben sich die Leverkusener auch die Glyphosat-und PCB-Rechtsstreitigkeiten ins Haus geholt.

Warum zahlt Bayer derzeit relativ wenig Dividende?

Um die hohe Verschuldung deutlicher reduzieren zu können, hat Bayer die Dividende für einen gewissen Zeitraum auf das gesetzliche Mindestmaß reduziert. Zuvor galt das Unternehmen als spendabler Dividenden-Zahler.

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.

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