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11.02.2021 DER AKTIONÄR

Kommentar von Lars Brandau: Schrei nach mehr Bildung

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Wer hätte das gedacht? Der nachhaltige Wunsch nach mehr Finanzbildung ist weit ausgeprägter, als viele spontan vermuten würde. Das ist gut so und wird auf breiter Front unterstützt. Nur Anleger, die wissen, was und warum sie ein Produkt kaufen, bleiben dran, können sich entwickeln und ihr Depot managen. Ein Kommentar von DDV-Geschäftsführer Lars Brandau.

Insbesondere Aktien und Indizes erfreuen sich seit geraumer Zeit wachsender Beliebtheit. Die Gründe dafür mögen vielfältig sein. Wichtig allerdings ist, dass dieser Trend anhält und in Zeiten der Nullzinspolitik weiterverfolgt wird. Denn ein langfristiger Vermögensaufbau an den Kapitalmärkten ist für viele Menschen attraktiv und wichtig. Allerdings braucht es dazu Wissen, Kompetenz und Erfahrung. 

Die klare Mehrheit der Privatanleger in Deutschland plädiert für mehr Finanzbildung. Rund 61 Prozent der Teilnehmer der monatlichen Trendbefragung des Deutschen Derivate Verbands (DDV) sprechen sich für mehr Informations- und Bildungsangebote rund um die Geldanlage aus. Weitere 18 Prozent der insgesamt 1.936 Teilnehmer finden den Ansatz im Grunde richtig, verweisen aber darauf, dass es bereits ausreichend Informationsmöglichkeiten gibt, an denen sich Privatanleger orientieren können. Nur 14 Prozent geben an, dass es die Aufgabe jedes Einzelnen sei, die entsprechenden Kenntnisse zu erwerben. Eine kleine Minderheit von knapp sieben Prozent vertritt die Auffassung, dass Finanzbildung insgesamt überbewertet wird. Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage, die über mehrere reichweitenstarke Finanzportale durchgeführt wird und bei der in der Regel erfahrene Anleger teilnehmen, die ohne Berater ihre Anlageentscheidungen treffen. 

Strukturierte Wertpapiere sind eine sinnvolle Ergänzung und Alternative zu anderen Wertpapierinvestments. Und wenn es um das Thema Kosten geht, sind Zertifikate quasi unschlagbar. Anlegen und an Kapitalmärkten investieren beginnt mit dem kleinen Einmaleins des gesunden Menschenverstands. Darüber hinaus braucht es natürlich Produktkenntnisse – was können sie, wo liegen die Chancen und die Risiken? Unabhängig von dem vielfältig vorhandenen Wissensangebot ist für die entsprechende Nachfrage an Bildung jeder jedoch selbst verantwortlich. Das kostet zwar Zeit; die jedoch gut investiert ist.


Weitere Informationen zu Studie finden Sie auf der Website des Deutschen Derivate Verbands (DDV). (Link)

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