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Heute, 07:05 Thomas Gebert

Gebert-Kolumne: DAX-"Vorhersage" mit Caixin

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DAX

Eine der wichtigsten Fragen an der Börse bleibt: Wie lassen sich die Bewegungen gezielt vorhersagen? Der chinesische Einkaufsmanagerindex Caixin liefert wertvolle Hinweise, wohin sich die deutschen Aktien entwickeln könnten.

Ich habe einmal den DAX über den amerikanischen Einkaufsmanagerindex im verarbeitenden Gewerbe, den ISM Manufacturing, gelegt.

DAX und US-Einkaufsmanagerindex

Das Institute for Supply Management befragt einmal im Monat die großen Unternehmen nach ihren aktuellen Geschäftsverläufen. Ein Wert von über 50 im Ergebnis bedeutet, dass mehr Unternehmen zu dem Zeitpunkt der Befragung eine bessere Geschäftslage verspüren gegen Vormonat, als Unternehmen, die eine Verschlechterung vermelden. Dieser ISM gilt als zeitnahe Maßzahl für die US-Wirtschaftstätigkeit. Das offizielle Wirtschaftswachstum wird ja erst über einen Monat nach Ablauf eines Quartal veröffentlicht.


Die große Parallelität

Nun zeigt sich, dass sich die deutschen Aktienkurse in etwa parallel zur amerikanischen Wirtschaftstätigkeit, dargestellt am ISM, entwickeln. Die Diskrepanz im Jahr 2019, dem letzten Jahr der Trump-Administration, kann auf den Handelskrieg mit China zurückgeführt werden, unter dem die USA mehr als Deutschland oder China gelitten haben. Nun fügt es sich, dass der ISM ein Pendant in China besetzt, den Caixin. Dieser chinesische Einkaufsmanagerindex läuft offenbar dem amerikanischen um drei Monate voraus.

Caixin drei Monate nach rechts in die Zukunft verschoben und ISM

Blick in die Zukunft möglich?

Jedenfalls kann man beide Indizes recht gut zur Deckung bringen, wenn man den chinesischen um drei Monate in die Zukunft nach rechts verschiebt. Dass der chinesische Index dem amerikanischen vorausläuft, lässt sich auch ganz gut erklären. Für einen Großteil der Produktion in den USA werden Bauteile und Komponenten aus China benötigt. Die müssen vorher bestellt werden. Auch in dieser Grafik zeigt sich wieder die Abweichung im Jahr 2019, die auf den Trump‘schen Handelskrieg zurückgeht.

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"Drei-Monats-DAX-'Vorhersage' mit Caixin"

Wenn nun aber der Caixin dem ISM um drei Monate vorausläuft und sich der ISM parallel zum DAX entwickelt, haben wir mit dem Caixin einen Anhaltspunkt darüber, wie der DAX in den nächsten drei Monaten verlaufen könnte. Probieren wir es aus. Der Caixin hat sich in den letzten drei Monaten per Saldo etwa seitwärts bewegt. Das heißt, der ISM könnte diese Bewegung in den nächsten drei Monaten nachholen.

Ohne die Sache jetzt überinterpretieren zu wollen, sollte der DAX dann ebenfalls in den nächsten drei Monaten im Wesentlichen eine Seitwärtsbewegung vollführen. Fertig ist unsere "Drei-Monats-DAX-'Vorhersage' mit Caixin". Wir beobachten. Wir bleiben dran.

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Übrigens: Der langfristig erfolgreiche Gebert-Indikator wurde für den Gebert-Börsenindikator-Index mit einem anderen bewährten Strategiemodell kombiniert: der Strategie der Relativen Stärke. In Grünphasen des Indikators wird in die 10 trendstärksten Aktien der 100 größten deutschen Unternehmen investiert.

Im Mai 2021 ist die Ampel für den Gebert-Indikator auf Rot gesprungen, der Index läuft daher zurzeit eher seitwärts. Zur Risikoabsicherung hält das Zertifikat in Rotphasen 20 Prozent Gold, 20 Prozent ShortDAX, 20 Prozent Bundesanleihen und 40 Prozent Cash.

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Hinweis auf Interessenkonflikte: Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit den Emittenten von Finanzinstrumenten Morgan Stanley, HSBC Trinkaus und Vontobel hat die Börsenmedien AG eine Lizenzvereinbarung geschlossen, wonach sie den Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von den Emittenten Vergütungen.

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