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24.02.2004 DER AKTIONÄR

Asien & Übernahme

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Japans Wirtschaft ist im letzten Quartal so stark gewachsen wie seit 13 Jahren nicht mehr und schneller als alle anderen großen Volkswirtschaften der Welt. Nach Angaben der Regierung in Tokio legte das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um sieben Prozent zu. Die USA kommen nur auf ein Wachstum von vier Prozent, die Europäische Union verzeichnet gar nur eine Zunahme des Bruttoinlandsproduktes von kläglichen 1,2 Prozent.

Mit den nun aus Japan vorliegenden Zahlen deutet sich ein Ende der Deflationskrise am Kabutcho an. Vor allem eine expansive Fiskal- und Geldpolitik hat dazu beigetragen, einen neuen Investitions- und Anlagezyklus anzufachen. Seit Jahren sind die Leitzinsen nahe Null Prozent. Aber auch die immense Nachfrage nach hochwertigen Konsumgütern aus der Volksrepublik China dürfte der japanischen Wirtschaft den entscheidenden Kick gegeben haben.

Indessen sollten wir uns klar darüber sein, dass Japan - trotz der nun guten Zahlen - nicht mehr das sein wird, was es in den 1980er- und 1990er-Jahren einmal war: der konkurrenzlose, alles auffressende Tigerstaat. Das Wohl und Wehe Japans wird zukünftig eng mit dem Wachstum in China verknüpft sein. Das gilt übrigens für nahezu alle südostasiatischen Staaten und auch für Australien. Das Land der Kängurus und Aborigines sieht sich zwar nicht gerne in der Rolle des Rohstofflieferanten, verdient damit aber gutes Geld. Unter der Rubrik Gold & Co stellt der aktionär in der aktuellen Ausgabe ein Unternehmen vor, das von der starken asiatischen Nachfrage nach Rohstoffen profitiert.
Gesprächsstoff Nummer eins ist derzeit an der Börse aber das Thema "Übernahmen". Dabei ist längst nicht mehr klar, wer wen frisst. Konnte man sich früher noch darauf verlassen, dass die Großen die Kleinen schlucken, mucken letztere nun auf und pokern selbstbewusst mit. Dem Anleger kann es nur recht sein, winken doch während des Bieterkampfes nette Zusatzgewinne. In der Titelstory finden Sie einige Übernahmekandidaten, die eine Spekulation wert sind.

Olaf Hordenbach
Chefredakteur

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