Die Gold- und Silberpreise konnte zuletzt wieder zulegen. Denn durch das Ende der Blockade der Straße von Hormus sinkt das Risiko, dass die weltweit wichtigsten Notenbanken wegen der hohen Inflation die Zinsen anheben müssten, was immer negativ für Edelmetalle ist. Auch mit dem Precious Metals Index, in dem Gold- und Silberproduzenten vertreten sind, ging es daher bergauf.
Kurzzusammenfassung:
• Die Entspannung rund um die Straße von Hormus hat Gold und Silber sowie den Precious Metals Index gestützt; gleichzeitig sinkende Ölpreise verbessern die Rahmenbedingungen für Minengesellschaften.
• Gold- und Silberproduzenten wie Newmont, Barrick Mining Corporation und Pan American Silver profitieren doppelt: von höheren Edelmetallpreisen und niedrigeren Energiekosten.
• Besonders Newmont überzeugt mit hoher Profitabilität, starkem Free Cash Flow und einer Netto-Cash-Position, weshalb die Aussichten für große Gold- und Silberproduzenten laut dem Text weiterhin positiv bleiben.
Denn steigende Gold- und Silberpreise sind für die Edelmetallproduzenten wie etwa Newmont, Barrick oder Pan American Silver naturgemäß ein wichtiger Gewinntreiber. Und aktuell profitieren die Minengesellschaften jedoch gleich doppelt. Denn allein die Aussicht auf eine dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus hat die Ölpreise deutlich unter Druck gesetzt. In der Folge verbilligt sich auch Diesel – ein zentraler Kostenfaktor im Bergbau. Sinkende Energiekosten wirken sich direkt positiv auf die Margen der Produzenten aus.
So hatte etwa der weltgrößte Goldförderer Newmont bei der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal vorgerechnet, dass ein Anstieg des Ölpreises um zehn Dollar die Kosten um rund 60 Millionen Dollar erhöht. Umgerechnet auf die All-in Sustaining Costs (AISC) entspricht das etwa zwölf Dollar je Unze Gold. Dieser Zusammenhang gilt selbstverständlich auch in die andere Richtung: Seit dem Hoch bei 120 Dollar je Barrel ist der Ölpreis inzwischen um rund 40 Dollar gefallen. Entsprechend dürfte sich der Kostendruck bei Produzenten wie Newmont wieder deutlich verringern.
Bereits im ersten Quartal konnte Newmont positiv überraschen. Das Unternehmen erwirtschaftete einen Free Cash Flow von 3,1 Milliarden Dollar und unterstrich damit eindrucksvoll die hohe Ertragskraft des Geschäfts. Zwar lag der Goldpreis im zweiten Quartal etwas unter dem Niveau des Jahresauftakts, während die Energiekosten zeitweise höher waren. Dennoch dürfte Newmont erneut einen Free Cash Flow in Milliardenhöhe erzielt haben.
Das verdeutlicht, wie stark sich die großen Goldproduzenten in den vergangenen Jahren verändert haben. Vergleiche mit dem letzten großen Minenboom im Jahr 2011 greifen zu kurz. Damals waren viele Unternehmen hoch verschuldet und finanziell anfällig. Heute präsentiert sich ein deutlich robusteres Bild. Newmont verfügte zum Ende des ersten Quartals über eine Netto-Cash-Position von 3,2 Milliarden Dollar. Schwache Bilanzen gehören bei den Branchenführern inzwischen weitgehend der Vergangenheit an.
Angesichts der historisch betrachtet immer noch relativ hohen Gold- und Silberpreise bleiben die Perspektiven für die 18 führenden Gold- und Silberproduzenten im Precious Metals Index gut. Daher ist das Indexzertifikat mit der WKN MA2JGH nach wie vor ein attraktives Investment, um breit gestreut in diesen Sektor investieren zu können.
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