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Heftige Kritik am Iran‑Deal aus den USA, Ölpreise schwächeln weiter

Heftige Kritik am Iran‑Deal aus den USA, Ölpreise schwächeln weiter
Foto: Alex Brandon/Pool/Reuters
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Thorsten Küfner Heute, 06:58 Thorsten Küfner

Die Lage in der Straße von Hormus normalisiert sich weiter. Allerdings wächst in den USA die Kritik am Rahmenabkommen mit dem Iran, vor allem auch aus den Reihen der Republikaner von US-Präsident Donald Trump. Im Zentrum der Kritik steht beispielsweise der 300 Milliarden Dollar schwere Wiederaufbaufonds zugunsten der Islamischen Republik.


Kurzzusammenfassung:

• Die Lage in der Straße von Hormus entspannt sich, während in den USA – insbesondere von republikanischen Politikern – Kritik am geplanten Iran-Abkommen und einem vorgesehenen 300-Milliarden-Dollar-Fonds laut wird.

• Mehrere republikanische Senatoren und Abgeordnete argumentieren, das Abkommen schwäche die bisherige Iran-Politik und sei mit hohen politischen und wirtschaftlichen Kosten verbunden.


Diesen wollen die USA zusammen mit regionalen Partnern auf die Beine stellen. Der republikanische Senator Roger Wicker teilte mit, die 300 Milliarden Dollar ließen die Zahlungen im Rahmen des Abkommens von Präsident Obama aus dem Jahr 2015 wie einen "Klacks" erscheinen. Er fürchte, die USA könnten ihre im Iran-Krieg erzielten Erfolge damit wieder aus der Hand geben. Wicker gehört als Vorsitzender des für die Streitkräfte zuständigen Ausschusses zu den einflussreichsten Parlamentariern. Für offene Kritik an Präsident Trump oder am Krieg gegen den Iran, den die USA gemeinsam mit Israel begonnen haben, ist er nicht bekannt.

Der republikanische Abgeordnete Thomas Massie teilte mit, 300 Milliarden Dollar seien fünfmal so viel, wie der Kongress jährlich für Straßen und Brücken in den USA ausgebe. Auch die republikanischen Senatoren Thom Tillis und Ted Cruz äußerten Kritik. Ihr Parteifreund im Senat, Bill Cassidy, teilte mit, vor dem Krieg sei die Straße von Hormus offen gewesen und Sanktionen hätten den Iran in die Knie gezwungen. Nun seien 13 Amerikaner tot, Sanktionen würden gelockert und Amerikaner hätten Milliarden an den Zapfsäulen bezahlt. "Das ist der schlimmste außenpolitische Lapsus seit Jahrzehnten."

Laut der Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran soll der Fonds erst im Rahmen eines finalen Vertrags Gestalt annehmen, der in den kommenden 60 Tagen zwischen Washington und Teheran ausgehandelt werden soll. Laut der US-Regierung werden in dem Fonds Investitionen der Partnerländer gebündelt, kein Geld aus den USA. Die Initiative erinnert an ambitionierte Investitionspläne zum Aufbau des zerstörten Gazastreifens, die aber bisher nicht zustande gekommen sind.

Öl Brent (ISIN: XC0009677409)

Angesichts der Öffnung der Straße von Hormus wird das zuvor anhaltende Angebotsdefizit auf den Öl- und Gasmärkten beseitigt. Daher schwächeln die Ölpreise weiter und notieren aktuell weiterhin unter der Marke von 80 Dollar. Dementsprechend ging es zuletzt auch mit den Aktienkursen von davon profitierenden Energiekonzernen wie Eni etwas bergab. Letztlich ist es für die Italiener aber auch auf dem aktuellen Ölpreisniveau problemlos möglich, Tag für Tag stattliche Gewinne einzufahren. Die günstig bewertete Dividendenperle bleibt attraktiv (Stopp: 16,50 Euro). 

Eni (WKN: 897791)

Enthält Material von dpa-AFX

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