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DAX und Co: Rekordhoch im Visier – Zitterpartie vor dem Nvidia-Knall

DAX und Co: Rekordhoch im Visier – Zitterpartie vor dem Nvidia-Knall
Foto: Arne Dedert/picture alliance/dpa
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Timo Nützel 26.08.2026, 18:12 ‧ Timo Nützel
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Der deutsche Leitindex bleibt vor den richtungsweisenden Quartalszahlen des US-Giganten Nvidia in Schlagdistanz zu seinem Rekordhoch. Während Kursgewinne bei Banken und Baustoffwerten den Markt stützten, sorgte ein Dämpfer bei Schwergewicht SAP für Zurückhaltung. Setzen die Anleger heute Abend zum Rekord-Sprung an?

Zum Handelsschluss notierte der DAX mit 26.285,96 Punkten 0,1 Prozent im Plus. Das Rekordhoch von rund 26.574 Punkten rückt damit näher. Der MDAX  mit den mittelgroßen Unternehmen schloss 0,8 Prozent höher mit 32.521,35 Zählern.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte moderat zu, während der britische Leitindex FTSE 100 knapp im Minus schloss. In den USA legte der Dow Jones Industrial zuletzt leicht zu, während der Nasdaq 100 etwas im Minus notierte.

In den USA stieg der Preisindex PCE für Juli etwas stärker als erwartet. Er ist das bevorzugte Preismaß der US-Notenbank Fed und wird daher an den Finanzmärkten stark beachtet. Den DAX beeinflussten die Daten am Mittwoch allerdings kaum.

Nvidia-Zahlen mit Spannung erwartet

Am Abend wird dann Nvidia von großer Relevanz für die KI-Fantasie der Anleger sein, die zuletzt kritischer an das Thema herangegangen waren. Der Markt werde darauf achten, ob die Nachfrage nach KI-Chips auf hohem Niveau bleibe und der milliardenschwere Ausbau der KI-Infrastruktur in kräftigem Tempo weitergehe, kommentierte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets. Nvidia liefere damit auch einen Gesundheitscheck für den gesamten KI-Boom.

SAP mit Gewinnmitnahmen

Die Anleger von SAP nahmen am Mittwoch die Streichung einer Kaufempfehlung durch die Großbank UBS zum Anlass, Gewinne mitzunehmen. Die Aktien des Software-Konzerns verloren am DAX-Ende fast drei Prozent. Analyst Michael Briest hält die Titel für vernünftig bewertet, die Anlegerstimmung bleibe allerdings fragil.

Deutsche Bank und Heidelberg Materials an DAX-Spitze

Vorne im DAX gewannen die Papiere von Deutsche Bank auf dem höchsten Kursniveau seit Jahren mehr als vier Prozent. Rückenwind lieferten Äußerungen des Direktoriumsmitglieds der Europäischen Zentralbank (EZB), Isabel Schnabel, die sich für höhere Leitzinsen zur Eindämmung der Inflationsrisiken aussprach. Höhere Zinsen kommen Banken im klassischen Einlage- und Kreditgeschäft in der Regel zugute. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) betonte zudem, das Frankfurter Geldhaus habe zuletzt auch für das zweite Quartal sehr gute Finanzzahlen vorgelegt und profitiere zudem vom derzeitig sehr guten Bankenumfeld.

Stärker als die Papiere der Deutschen Bank waren im DAX am Ende nur die des Zementkonzerns Heidelberg Materials, die mehr als fünf Prozent gewannen. Der Qiagen-Kurs zog um 1,7 Prozent an. Händler verwiesen auf Berichte, denen zufolge zwischen dem Diagnostikkonzern und den Private-Equity-Häusern EQT und KKR Gespräche über einen Verkauf zu einem Preis von 50 Dollar pro Aktie laufen.

Thyssenkrupp und Salzgitter führen MDAX an

Im MDAX zogen die Kurse der Stahlkocher Thyssenkrupp und Salzgitter mit dem weiter steigenden Rohstoffsektor deutlich an. Am Markt wurde darauf verwiesen, dass die chinesischen Stahlhersteller derzeit wegen hoher Rohstoffkosten und einer schwachen Nachfrage unter Druck stünden. Dies könne die Verhältnisse am Weltmarkt etwas verrücken, der neben den geopolitischen Krisenherden auch von Handelshemmnissen auf die Probe gestellt werde. Europa verlangt neuerdings Antidumpingzölle auf Stahlimporte aus China und in den USA droht Präsident Donald Trump den Kanadiern mit hohen Abgaben.

DAX (WKN: 846900)

Enthält Material von dpa-AFX

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