Der DAX hat am Donnerstag leichte Zugewinne verzeichnet. Am Ende ging es 0,3 Prozent nach oben auf 26.367 Punkte. Unterstützung erhielt der DAX von überzeugenden Quartalsberichten großer US-Tech-Unternehmen. Und auch zum Start in den letzten Handelstag der Woche wird der deutsche Leitindex freundlich erwartet. Der Broker IG taxiert den DAX am Freitagmorgen 0,3 Prozent höher auf 26.455 Punkte.
Auf der Terminseite fällt heute der Blick nach Wyoming. Um 16:00 Uhr MESZ spricht Fed-Chef Kevin Warsh erstmals auf dem Jackson-Hole-Symposium. Hier erhofft man sich mehr Klarheit über die künftige Ausgestaltung der US-Geldpolitik. Am Vormittag gibt es in Deutschland Daten zu den Arbeitslosenzahlen für August. Auf Unternehmensseite stehen Quartalszahlen von BYD auf dem Programm. Zudem gehen die Betriebsversammlungen von VW in eine weitere Runde. Nachwirken dürften der Quartalsbericht von Marvell, der am Donnerstag nach US-Börsenschluss veröffentlicht wurde. Marvell meldete einen Rekordumsatz von 2,74 Milliarden Dollar, hob die Jahresziele zum zweiten Mal in Folge an und verlor nachbörslich aber trotzdem rund sieben Prozent. Im Blickfeld dürfte heute auch die Aktie von PayPal stehen. Eine Übernahme des US-Zahlungsdienstleisters durch den Finanzinvestor Advent und den Zahlungsabwickler Stripe ist Insidern zufolge geplatzt.
Anleger dürften zudem weiter die Vortagesgewinner und -Verlierer im DAX im Blick haben. SAP setzte sich mit einem Plus von 5,5 Prozent an die Spitze des DAX. Auf den Plätzen der stärksten DAX-Werte folgten BMW, Infineon, Volkswagen und Zalando. Commerzbank, Deutsche Telekom, MTU Aero Engines, Continental und E.on waren hingegen am DAX-Ende zu finden.
Zudem dürften einige Analysteneinschätzungen Beachtung finden. Die Schweizer Großbank UBS hat Traton von „Buy“ auf „Neutral“ abgestuft. Die Privatbank Berenberg wird hingegen für RWE optimistischer. Das Kursziel wurde von 68,50 Euro auf 72,00 Euro erhöht. Die DZ Bank hat derweil das Kursziel für Nvidia von 275 auf 320 Dollar erhöht und reiht sich damit in eine ganze Reihe von optimistischeren Analystenschätzungen ein.
Die Ölpreise haben zuletzt wieder etwas angezogen, nachdem Washington erklärt hatte, derzeit nicht mit Teheran zu verhandeln. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent kostet am Freitagmorgen gut 89 Dollar. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI liegt bei gut 83 Dollar. Eine Feinunze Gold kostet 4.580 Dollar, eine Feinunze Silber 68,84 Dollar. Ein Bitcoin wird derzeit für 79.719 Dollar gehandelt.
An der Wall Street waren die Nvidia-Zahlen bestimmendes Thema. Die Aktie des Konzerns konnte fast neun Prozent zulegen. Der Nasdaq 100 stieg im Rückenwind davon um 1,4 Prozent auf 29.642 Punkte und eroberte damit seine 50-Tage-Linie zurück, der S&P 500 gewann 0,7 Prozent auf 7.731 Punkte, der Dow Jones kam auf ein Plus von 0,2 Prozent und 53.569 Punkte.
Die wichtigsten asiatischen Märkte finden am Freitagmorgen keine einheitliche Richtung. Der japanische Leitindex Nikkei 225 gewinnt 0,7 Prozent. Der Hang Seng der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong liegt 0,4 Prozent im Plus. Der CSI 300 mit den wichtigsten chinesischen Festlandaktien notiert hingegen 0,3 Prozent tiefer. Der südkoreanische KOSPI gibt sogar 1,2 Prozent nach.
DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.
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