Der DAX hat sich am Mittwoch vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank nach oben gearbeitet und den Xetra-Handel 0,5 Prozent fester bei 25.538 Punkten beendet. Die US-Börsen tendierten am Abend schwächer. Dennoch dürfte sich der deutsche Leitindex zum Start in den Donnerstag freundlich zeigen. Der Broker IG taxiert den DAX am Morgen 0,6 Prozent höher auf 25.695 Punkte.
Die Fed hob das Zielband für den Leitzins einstimmig um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent an. Der Ausblick deutet auf mindestens noch eine weitere Anhebung in diesem Jahr hin. Unterstützung erhält der DAX von den Ölpreisen. Diese haben zuletzt leicht nachgegeben. Die Lage im Nahen Osten bleibt hier klar bestimmend, die alternativen Exportwege beruhigen die Märkte aber etwas.
Im heutigen Terminkalender steht um 13:00 Uhr die Bank of England im Mittelpunkt, von der eine Zinspause bei 3,75 Prozent erwartet wird. Zuvor kommen um 11:00 Uhr die endgültigen Verbraucherpreise der Eurozone für August, am Nachmittag folgen US-Daten vom Bau- und Arbeitsmarkt. Unternehmensseitig laden DHL Group, Wacker Chemie und Bechtle zu Kapitalmarkttagen, in Großbritannien legt Next Halbjahreszahlen vor. Im Blickfeld dürfte zudem auch nach den jüngsten Entwicklungen bei Salesforce die Aktie von SAP stehen. Zudem fällt der Blick auf Bilfinger. Der Industriedienstleister hat am späten Donnerstagabend seine Prognose gesenkt.
Anleger dürften zudem weiter die Vortagesgewinner und -Verlierer im DAX im Blick haben. Gefragt waren Energie- und Infrastrukturwerte, Autowerte litten unter einer kritischen Branchenstudie der Privatbank Berenberg. Siemens Energy, RWE und Hochtief gingen am Ende als die stärksten Werte über die Ziellinie. VW, Mercedes-Benz, Commerzbank und Rheinmetall waren hingegen am DAX-Ende zu finden. Nach Handelsschluss meldete Infineon den Verkauf seines NOR-Flash- und F-RAM-Speichergeschäfts an Winbond aus Taiwan für 1,12 Milliarden Dollar.
Die Ölpreise haben zuletzt leicht nachgegeben, nachdem die US-Regierung eine rasche Wiederinbetriebnahme einer beschädigten saudischen Pipeline in Aussicht gestellt hat. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent kostet am Donnerstagmorgen knapp 106 Dollar. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI liegt bei gut 102 Dollar. Eine Feinunze Gold wird für 4.295 Dollar gehandelt, eine Feinunze Silber für 63,68 Dollar. Ein Bitcoin kostet 76.373 Dollar.
Die US-Börsen verzeichneten am Donnerstag überwiegend Verluste. Der Dow Jones verlor 1,2 Prozent auf 51.462 Punkte, der S&P 500 gab 0,5 Prozent auf 7.552 Zähler nach, der Nasdaq 100 hingegen konnte minimal zulegen auf 28.945 Punkte.
An den asiatischen Börsen zeigt sich am Donnerstagmorgen ein gemischtes Bild. Der japanische Leitindex Nikkei 225 gewinnt 0,3 Prozent. Auch der südkoreanische KOSPI legt 0,5 Prozent zu. Der Hang Seng der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong verliert hingegen 0,7 Prozent. Und auch beim CSI 300 mit den wichtigsten chinesischen Festlandaktien geht es etwas nach unten: um 0,4 Prozent.
DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.
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