Mit der Aktie des Bonner Logistikriesen DHL könnte es zum Handelsstart etwas bergab gehen. Denn gestern verloren die Anteilscheine des US-Transport- und Logistikunternehmens JB Hunt deutlich, nachdem das Unternehmen im Zuge kräftig gestiegener Kosten eine für den Konzern eher seltene Gewinnwarnung ausgeben musste.
Auch die DHL hat natürlich mit den steigenden Energiekosten zu kämpfen. Doch bislang kam der DAX-Konzern gut durch die herausfordernden Monate. Genauere Erkenntnisse über den jüngsten Geschäftsverlauf und die Aussichten für die kommenden Quartale erhofft man sich auf dem heutigen Kapitalmarkttag des Logistikers in London, der um 16:00 Uhr startet.
Geht es nach Deutsche Bank Research, so erwartet man positive Aussagen. Analyst Jaime Rowbotham rechnet damit, dass die Express-Sparte aufzeigen dürfte, dass das starke zweite Quartal nicht nur an der Sonderkonjunktur durch die Krise im Nahen Osten lag. Seiner Ansicht nach ist die Erweiterung des DHL-Angebots um zeitkritische Industrielieferungen das wichtigste Thema. Hierzu zählt der Experte etwa Ausrüstung für Rechenzentren oder auch Flugzeugteile. Denn gerade bei diesen Gütern ist Kunden Schnelligkeit sowie eine rasche Zollabfertigung und eine gute Nachverfolgbarkeit wichtig. Dies dürfte die DHL besser liefern können als kleinere Konkurrenten. Rowbotham hat daher das Kursziel für die DHL-Papiere von 60,00 auf 62,00 Euro erhöht. Sein Anlagevotum lautet unverändert "Buy".
Auch DER AKTIONÄR ist für die Anteilscheine der DHL weiterhin zuversichtlich gestimmt. Der Logistikriese ist breit und strategisch clever aufgestellt. Zudem ist die Bewertung immer noch moderat und das Chartbild stark. Wer investiert ist, bleibt beim Dividendentitel dabei und lässt die Gewinne laufen. Der Stoppkurs kann nach wie vor bei 42,00 Euro belassen werden.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: DHL Group.
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