Mit diesen Aktien profitieren Sie von der US-Wahl!
25.08.2020 Marion Schlegel

Südzucker: Analyst hebt den Daumen– gelingt der Aktie jetzt der große Durchbruch?

-%
Südzucker

Eine Kaufempfehlung von Warburg Research hat am Dienstag den Kurs von Südzucker auf den höchsten Stand seit Februar getrieben. Damit haben die Aktien den Einbruch des Corona-Crashs im Frühjahr komplett wettgemacht. Zuletzt stieg der Kurs um 2,5 Prozent auf 16,29 Euro. Damit gehört die Aktie zu den sechs stärksten Werten des Tages im SDAX. Vom Tief am 16. März haben sich die Papiere um fast zwei Drittel erholt.

Eine knappe Zuckerversorgung in der Europäischen Union (EU) schafft nach Ansicht von Warburg Research eine Kaufgelegenheit für Anleger bei Südzucker. Analyst Oliver Schwarz stufte die im SDAX notierten Papiere in einer am Dienstag vorliegenden Studie von "Hold" auf "Buy" hoch. Seiner Einschätzung nach ist Europa zunehmend von Zuckerimporten abhängig und dies dürfte die Zuckerpreise steigen lassen.

Südzucker (WKN: 729700)

Durch die Lockerungen in der Corona-Krise rückten nun wieder strukturelle Änderungen in den Schlüsselmärkten von Südzucker in den Mittelpunkt – mit einem Zuckerdefizit in Europa wegen des heimischen Produktionspotenzials, das mit kleineren Anbauflächen und Schädlingsgefahren in Verbindung stehe. "Insbesondere die Ausbreitung des Rübengelbvirus scheint die Zuckerrüben in verschiedenen Regionen geschädigt zu haben", so der Experte.

Schwarz rechnet mit erheblichen Preiserhöhungen bei den mehrjährigen Lieferverträgen von Südzucker, die in diesem Jahr neu verhandelt werden müssten, aber auch mit einem moderaten Preisanstieg bei den kurzfristigen Zuckerverträgen ab Oktober 2020. Dies dürfte es Südzucker ermöglichen, seine bisherige Schätzung für das Zuckersegment im Geschäftsjahr 2020/21 zu übertreffen.

Das Kursziel hob Schwarz von 15,60 auf 19,60 Euro an, womit er auf dem aktuellen Niveau von 16,29 Euro wieder gut 20 Prozent Kurspotenzial sieht.

Der Aktie gelang vor einigen Wochen mit dem Sprung über die 200-Tage-Linie der Befreiungsschlag. Aus charttechnischer Sicht wartet nun in Form des 52-Wochen-Hochs von Ende Februar die nächste wichtige Hürde.

(Mit Material von dpa-AFX)