17.10.2019 Markus Bußler

Gold: Das wäre fantastisch!

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Gold
Trendthema

Die Konsolidierung bei Gold geht weiter. Doch die Bullen konnten zuletzt den Angriff der Bären im Bereich von 1.480 Dollar abwehren und starten ihrerseits einen neuen Versuch, Gold über die 1.500-Dollar-Marke zu hieven. Doch bislang fehlen kurzfristig einfach neue Impulse. Anleger sollen zunächst einen Ausbruch aus der Flaggenformation abwarten, bevor sie neue Long-Engagements eingehen.

In der Zwischenzeit wagt die kanadische Bank CIBC einen Blick auf das bigger picture bei Gold. Und die Analysten zeigen sich sehr bullish für das Edelmetall. Sie glauben, dass Gold in den kommenden Monaten die Marke von 1.600 Dollar durchbrechen kann und dann für die nächsten zwei Jahre in diesem Bereich einen neuen Boden ausbilden kann. „Zeichen für ein vorteilhaftes Umfeld für Rohstoffe tauchten Ende des letzten Jahres auf und haben sich 2019 weiterhin verstärkt. Unsere ursprüngliche Hypothese tritt nun ein; wir erwarten weiterhin, dass das schwächere Weltwirtschaftswachstum, die taubenhafte Fed und Realzinsen unter 2% die Nachfrage nach Rohstoffen antreiben sowie eine Entkoppelung in der negativen Beziehung zwischen Gold und US-Dollar auslösen werden", meinten die Analysten laut dem Internetportal goldseiten.de. Für Silber sehen die Analysten einen Wert von rund 19 Dollar für die nächsten Jahre.

Gold (ISIN: XC0009655157)

Sicherlich wäre das für Goldanleger genauso wie für viele Minenunternehmen ein ideales Szenario. Ein Boden bei 1.600 Dollar würde eine ganz andere Planungssicherheit geben. Aus charttechnischer Sicht ist dieses Szenario allerdings vergleichsweise unwahrscheinlich. Alles deutet daraufhin, dass sich Gold aktuell in einer Konsolidierungsbewegung befindet, die wir als Welle 4 (alternativ Welle 2) interpretieren. Der nächste Anstieg, der vermutlich in den kommenden Wochen beginnt oder, falls wir eher früher als später aus der Flaggenformation ausbrechen, schon begonnen hat, sollte Gold dann tatsächlich über 1.600 Dollar führen. Doch anschließend dürfte eine größere Korrektur einsetzen, die Gold tatsächlich noch einmal zurückführen könnte auf das Ausbruchsniveau bei 1.380 Dollar, bevor dann in der nächsten großen Bewegung der Angriff auf das Allzeithoch beginnen kann.