15.01.2010 Leon Müller

DAX setzt Kampf mit 6.000er-Marke fort: Conergy, Fraport, Infineon, SAP und Volkswagen im Fokus

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TecDAX
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Auch am letzten Handelstag der Woche dürfte der DAX mit der 6.000er-Marke kämpfen. Nachdem der Sprung über diese psychologisch wichtige Linie gestern noch missglückte, könnte er heute gestützt von guten Vorgaben aus New York zumindest im frühen Handel gelingen. Am Donnerstag schloss der DAX bei 5.988,88 Zählern und verfehlte damit nur knapp das Ziel. Neben Unternehmensmeldungen beherrschten allen voran Aussagen von EZB und Fed das Marktgeschehen. Die EZB hat entschieden, den Leitzins weiter auf dem historischen Tiefstand von einem Prozent zu belassen, was zu einer spürbaren Kursreaktion an den Börsen führte. Unterdessen hält es der Präsident der New Yorker Fed für möglich, die lockere US-Geldpolitik noch einige Jahre beizubehalten.

Conergy wird zum Dauerbrenner

Nach volatilen Handelstagen steht die Aktie des Solarunternehmens Conergy weiterhin unter besonderer Beobachtung. Nachdem sich die Aktie im gestrigen Handel ein wenig beruhigt hatte, wird über eine mögliche Stellungnahme des Unternehmens zu den Verhandlungen mit MEMC spekuliert. Das Papier zählt derzeit zu den meistgehandelten Aktien in Deutschland und lockt auch aufgrund seines optisch günstigen Wertes zahlreiche Zocker an.

Fraport sieht Talsohle durschritten

Der Flughafenbetreiber Fraport sieht die Talsohle in der Luftfahrt als durchschritten. Am Heimatflughafen in Frankfurt seien im Dezember 2009 das erste Mal seit anderthalb Jahren wieder steigende Passagierzahlen verzeichnet worden, teilte der Flughafenbetreiber am Freitag mit. Gut 3,8 Millionen Passagiere seien im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Plus von 2,3 Prozent. Dies ist trotz schwieriger Witterungsbedingungen und zahlreicher Flugausfälle vor Weihnachten der erste Anstieg des Passagieraufkommens an unserem Heimatstandort seit Mai 2008.

Intel macht der Branche Hoffnung

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Der Münchener Halbleiterkonzern Infineon dürfte vor Wochenschluss von Zahlen des US-Wettbewerbers Intel profitieren. Dieser hat mit den Zahlen für das Schlussquartal des Jahres 2009 für einen Paukenschlag gesorgt. Gestern nach Börsenschluss gab der weltgrößte Chipkonzern, Spitzname "Chipzilla", bekannt, dass er in den Monaten Oktober bis Dezember bei einem Umsatz von 10,6 Milliarden Dollar einen Gewinn von 2,3 Milliarden erzielen konnte. Damit betrug das Wachstum gegenüber dem Vorjahr bei den Erlösen knapp 30 Prozent, beim Ergebnis konnte Intel den Gewinn des Vorjahres sogar in etwa verzehnfachen. Und damit konnte Intel erneut, wie schon in den Vorquartalen, die Erwartungen des Marktes übertreffen.

SAP nach Zahlen im Rampenlicht

Der Softwarekonzern SAP hat sich im abgelaufenen Jahr besser geschlagen als das Unternehmen selbst erwartet hatte. Wie der DAX-Konzern bereits am Donnerstag mitteilte, sanken die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse auf Non-GAAP-Basis und wechselkursbereinigt im Gesamtjahr um rund fünf Prozent auf etwa 8,2 Milliarden Euro. SAP selbst war zuvor von einem Rückgang in einer Spanne von sechs bis acht Prozent ausgegangen. Die operative Marge erreichte auf dieser Basis rund 27,5 Prozent und lag damit deutlich über den erwarteten 25,5 bis 27,5 Prozent. Am Markt wurde das Zahlenwerk gut aufgefasst. Die Aktie verteuerte sich am Donnerstag um 1,89 Prozent.

Volkswagen steigt bei Suzuki ein

Der Einstieg der Volkswagen AG beim japanischen Automobilhersteller Suzuki ist vollzogen. Wie die Suzuki Motor Corp mitteilte, hat der japanische Automobilhersteller 107,94 Millionen Aktien für 2.061 Yen je Aktie (umgerechnet rund 15,69 Euro) an den DAX-Konzern veräußert. Die Transaktion sei am Freitag abgeschlossen worden. Damit hält der deutsche Automobilhersteller nun 19,90 Prozent an Suzuki.