08.08.2014 Stefan Sommer

DAX rutscht unter 9.000 Punkte – Neue Unsicherheiten wegen Obama: Deutsche Bank, Allianz, Cancom, Commerzbank im Fokus

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Deutsche Bank
Trendthema

Der DAX dürfte zum Handelsstart am Freitag erstmals seit dem 14. März wieder unter 9000 Punkte rutschten. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex vor Börsenstart um ein Prozent tiefer auf 8.948 Punkte. US-Präsident Barack Obama hat Luftangriffe auf IS-Milizen zum Schutz amerikanischer Militärangehöriger und bedrohter Minderheiten im Nordirak genehmigt und damit eine neue Unsicherheit hinzugefügt.

Zudem wirkt die EZB vom Vortag nach: "Die Europäische Zentralbank EZB konnte den Märkten nicht mehr aus der Bredouille und ihr Chef Mario Draghi hat im Zuge der Zinsentscheidung nichts wirklich Neues verkündet - die Belastungsfaktoren der Vortage haben dann wieder die Oberhand gewonnen", sagte Marktexperte Frank Schneider von Alpha Wertpapierhandel. Anleger, die vor der EZB-Entscheidung auf einen positiven Impuls gesetzt hätten, zögen sich nun wieder aus dem Markt zurück. Die anhaltende Krise in der Ukraine mit Sanktionen gegen Russland, der Gaza-Konflikt und teils enttäuschende Geschäftszahlen auch aus Deutschland hielten den DAX nun wieder unter Druck. Auch die Vorgabe schafft keine Abhilfe: Der Future auf den Dow Jones Industrial verlor 0,81 Prozent seit dem Xetra-Schluss am Vorabend. Die Agenda ist zum Wochenschluss dagegen ausgedünnt. Zahlen hat aus dem DAX die Allianz vorgelegt.

Deutsche Bank: Es geht schon wieder abwärts

Hat die Aktie der Deutschen Bank bald eine 1 vorne stehen? Am Freitag setzt sich der Abwärtstrend fort. Die Aktie verliert im frühen Handel bei Lang & Schwarz knapp ein Prozent auf 24,33 Euro. Für schlechte Stimmung sorgt die US-Bankenaufsicht.

Allianz: Das war stark!

Der Münchner Allianz-Konzern hat für das abgelaufene Geschäftsquartal ganz starke Zahlen vorgelegt. Wegen geringer Katastrophenschäden konnte der Gewinn deutlich ausgeweitet und damit die kühnsten Prognosen der Analysten geschlagen werden. Entsprechend optimistisch fällt der Ausblick aus.

Cancom-Aktie: Comback vertagt

Die Zahlen waren wir erwartet gut, dennoch geht die Cancom-Aktie in die Knie. Firmenchef Klaus Weinmann kann noch so optimistisch für die nächsten Monate sein, in erster Linie ausländische Investoren sind derzeit auf der Abgeberseite an der deutschen Börse. Ergebnis: vom Hoch aus bei 39,77 Euro hat die Cancom-Aktie bereits 21 Prozent korrigiert.

Commerzbank: Das sagen die Analysten

Die Commerzbank hat ordentliche Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Besonders positiv: Deutschlands Nummer 2 kommt beim Abbau der Randaktivitäten besser voran als erwartet. Die Reaktionen der Analysten fallen allerdings gemischt aus.

(Mit Material von dpa-AFX)