21.11.2013 Michael Herrmann

DAX im Minus erwartet: BMW, Commerzbank, Daimler, E.on, RWE, Tesla und Volkswagen im Fokus

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DAX
Trendthema

Sorgen um geldpolitische Bremsmaßnahmen in den USA verderben den Tagesauftakt des DAX. Vorbörslich notiert der deutsche Leitindex bei 9.160 Punkten. Das ist ein Minus von 0,5 Prozent im vergleich zum gestrigen Schlusskurs. Das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank ließe eine Drosselung der milliardenschweren Anleihekäufe in den kommenden Monaten erwarten und das hatte die Wall Street im späten Handel unter Druck gebracht. Auch die Vorgabe von der US-Börse ist negativ. Der Future auf den Dow Jones hat seit dem gestrigen Xetra-Schluss 0,6 Prozent verloren. Im Blickpunkt stehen heute unter anderem Konjunkturdaten aus Europa. Hier stehen vor allem aktuelle Daten der Einkaufsmanagerindizes an. Wegen der am Vortag aufgekommenen Spekulation, die EZB würde negative Zinsen akzeptieren, dürften diese von Börsianern besonders gespannt erwartet werden.

BMW ist Daimler und VW einen großen Schritt voraus

BMW hat kurz nach dem Verkaufsstart bereits rund 10.000 Bestellungen für sein Elektromodell i3 erhalten, zitierten Medienberichte Aussagen des Vertriebschefs Ian Robertson auf der Auto-Show in Los Angeles. Zudem wolle BMW im laufenden Jahr weltweit so viele Autos wie noch nie verkaufen. Händler werten diese Aussagen grundsätzlich nicht als Überraschung. Dennoch zeigt sie mal wieder, dass BMW der deutschen Konkurrenz und Daimler und VW bei Elektroautos einen großen Schritt voraus ist.

Commerzbank: Licht am Ende des Tunnels

Die Schiffskredite bleiben eines der größten Probleme der Commerzbank. Allerdings besteht mittlerweile wieder durchaus die Hoffnung auf eine nachhaltige Besserung. So erklärte der Chef der Commerzbank-Tochter Deutschen Schiffsbank, Stefan Otto, dass man für den Schiffsmarkt nach der schweren Flaute im Zuge der Finanzkrise nun wieder „Licht am Ende des Tunnels sieht“. Allerdings hält er eine breite Erholung der Branche noch vor dem Jahre 2015 für eher unwahrscheinlich. Otto verweist aber darauf, dass die Commerzbank Zeit habe. Die kürzlich übernommenen Schiffe werde man falls nötig „für mehrere Jahre“ halten.

E.on und RWE: Da geht jetzt mehr

Erst gestern hatte Goldman Sachs angekündigt, die Kursziele für die Aktie der Energieriesen E.on und RWE zu überarbeiten. Heute hat die US-Investmentbank den Ankündigungen bereits Taten folgen lassen. Ihre Analystin Deborah Wilkens hat das Kursziel für die RWE-Aktie von 28 auf 30 Euro angehoben. Damit sei RWE weiter ein Kauf. Bei der Aktie des Branchenprimus E.on hat die Expertin das Kursziel von 16 auf 17 Euro angehoben. Zudem bleibt die Aktie des DAX-Konzerns auf der „Conviction Buy“-Liste.

Tesla: Erneut extrem schwach

Die Aktie des Elektroautoherstellers Tesla Motors hat nach einer kurzen technischen Erholung schon wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Am Mittwochabend zierte das Papier das Tabellenende im Technologieindex Nasdaq 100. Die jüngsten Autobrände haben der Tesla-Aktie stark zugesetzt. Experten befürchten, dass deshalb die Nachfrage nach den Elektroautos nachlassen könnte. Darüber hinaus belasten die Untersuchungen über einen Arbeitsunfall in einem Tesla-Werk die Aktie.