Der größte US-Krankenversicherer UnitedHealth hat am heutigen Dienstag vor US-Börsenbeginn die Zahlen für das vierte Quartal respektive Gesamtjahr 2025 vorgelegt. Diese sind allenfalls gemischt ausgefallen. Darüber hinaus belasten Pläne der US-Bundesbehörde CMS – im vorbörslichen Handel verliert das Papier prozentual zweistellig.
Im vierten Quartal verfehlte UnitedHealth mit einem Umsatz von 113,2 Milliarden Dollar (Prognose: 113,9 Milliarden Dollar) die Markterwartungen. Mit einem Gewinn von 2,11 Dollar pro Papier konnte die Schätzung in Höhe von 2,10 Dollar minimal übertroffen werden.
Besonders dürften die Anleger über den Ausblick sein. Zunächst stellt UnitedHealth kein Umsatzwachstum in Aussicht: Der größte US-Krankenversicherer will mindestens 439 Milliarden Dollar erlösen nach insgesamt knapp 448 Milliarden Dollar im abgelaufenen Jahr 2025. Auf bereinigter Basis erwarten die Amerikaner ein Ergebnis von mindestens 17,75 Dollar pro Papier, was leicht über der Prognose von 17,69 Dollar liegt.
Als Belastungsfaktor entpuppen sich zudem die weiteren Pläne der US-Regierung. Die Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) plädieren für 2027 für eine minimale Erhöhung der Medicare-Zahlungen um 0,09 Prozent, weit unter den Erwartungen der Wall Street von vier bis sechs Prozent und beseitigen gleichzeitig umstrittene Abrechnungspraktiken.
Nicht nur das Papier von UnitedHealth wurde dadurch nach unten gerissen. Auch die Anteile von Vertretern wie Humana oder Centene geraten merklich unter Druck.
UnitedHealth stellt die Marktteilnehmer auf ein weiteres schwieriges Geschäftsjahr ein. DER AKTIONÄR hatte zuletzt trotz erster Anzeichen einer Trendwende von einem Einstieg abgeraten. Diese Einschätzung hat weiter Bestand, zumal sich das Chartbild durch den heutigen Kursrutsch erneut massiv eintrübt.
Heute, 12:13