Der Zahlungsdienstleister PayPal drückt erneut auf die Kostenbremse. Weitere gut 2.000 Mitarbeiter sollen das Unternehmen verlassen und ein Viertel der Management-Positionen soll gestrichen werden. Der unverändert angestrebte Personalabbau und die eher gemischten Quartalszahlen sorgen für eine hohe Volatilität in der Aktie.
Im dritten Quartal hat sich das US-Unternehmen nicht mit Ruhm bekleckert. Der Umsatz stieg zwischen Juli und September um überschaubare zwei Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar. Analysten hatten hingegen 8,7 Milliarden Dollar erwartet. Dafür konnte PayPal das bereinigte Ergebnis je Aktie um immerhin acht Prozent auf 1,45 Dollar steigern. Hier belief sich die Schätzung auf lediglich 1,31 Dollar pro Papier.
Die operative Marge steigerte PayPal im Berichtszeitraum um 16 Basispunkte auf 18,8 Prozent. Dafür blieb das Gesamtzahlungsvolumen (TPV) mit 487,1 Milliarden Dollar hinter der Markterwartung in Höhe von 489,4 Milliarden Dollar zurück.
Mit Blick auf die Gesamtjahresprognose für das Ergebnis je Aktie traut sich der Zahlungsdienstleister nun mehr zu. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll sich bei etwa 5,60 Dollar einfinden. Zuvor stellte die Gesellschaft einen Gewinn von rund 4,38 Dollar pro Papier in Aussicht.
Indes setzt PayPal seine Restrukturierung fort und setzt den Rotstift bei der Belegschaft an. Auch Management-Positionen sollen weichen, um den Konzern effizienter aufzustellen.
Die Aktie befindet sich nach der Zahlenvorlage weiterhin auf Richtungssuche. Inzwischen wurden anfängliche Kursgewinne wieder aufgezehrt und die Aktie pendelt sich auf dem Niveau vom Vortag ein.
Nach den Zahlen zum dritten Quartal zeichnet sich bei PayPal weiterhin kein klarer Turnaround ab. Die Gemengelage bleibt trotz der Erhöhung der Ergebnisprognose schwierig für den weltweit aktiven Bezahldienstleister. Ein Kauf drängt sich bei der Aktie derzeit nicht auf.
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