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28.04.2022 Thomas Bergmann

Munich Re: Krieg belastet kaum

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Munich Re

Der Rückversicherer Munich Re sieht derzeit keine große Belastung durch den Ukraine-Krieg, schließt das aber für die Zukunft nicht aus. Vorstandschef Joachim Wenning verwies bei der am Donnerstag virtuell stattfindenden Hauptversammlung des Unternehmens darauf, dass Kriegsschäden in der Sachversicherung standardmäßig ausgeschlossen sind.

Laut Vorstand Wenning betrifft dies aber nicht alle Sparten. Seinen Worten nach bietet die Munich Re "in einigen Spezialsparten in begrenztem Umfang" Absicherung von Kriegsfolgen an. Wenning nannte Luftfahrt, Transport, Kredit und politische Risiken.

Dies bezieht sich unter anderem darauf, dass russische Luftfahrtgesellschaften mehrere hundert Maschinen von westlichen Unternehmen geleast haben. Diese Flugzeuge sitzen in Russland fest, in der Branche wird seit Kriegsbeginn diskutiert, ob dafür Versicherungen aufkommen müssen.

"Wir sind da exponiert", sagte Finanzvorstand Christoph Jurecka. "Die Situation ist nur sehr, sehr dynamisch gerade noch und unklar." Deswegen könne der Vorstand keine zuverlässige Aussage zu potenziellen Schäden treffen. Die Munich Re hatte bereits im März die Einstellung ihres Versicherungs- und Kapitalanlagegeschäfts in Russland und Belarus bekannt gegeben.

Munich Re (WKN: 843002)

Die Hauptversammlung fand coronabedingt nur virtuell statt. Vor Beginn erkletterten Umweltschützer der Gruppe "Extinction Rebellion" in einer Protestaktion den Firmensitz und hängten dort Transparente auf. Sie forderten die sofortige Einstellung der Geschäftsbeziehungen zu Öl-, Gas- und Kohlefirmen.

Der Rückversicherer ist gut durch die Corona-Pandemie gekommen und dürfte auch den Krieg in der Ukraine finanziell gut wegstecken. Die Aktie bleibt auf lange Sicht interessant – an schwachen Tagen sollte man einsammeln.

(mit Material von dpa-AFX)

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Munich Re.

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