Antizyklisch investieren – mit diesen Top-Aktien
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09.10.2019 Fabian Strebin

Deutsche Bank: Kahlschlag in Deutschland?

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Deutsche Bank

Die Deutsche Bank hat im Juli ein umfassendes Restrukturierungsprogramm auf den Weg gebracht. Die Kernpunkte sind ein deutlich geschrumpftes Investmentbanking und der Abbau von 18.000 Jobs weltweit. Nun berichten Insider, wo die Stellen vor allem wegfallen sollen. Deutschland ist am härtesten betroffen.

Ein Insider sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg, dass rund 9.000 Mitarbeiter in Deutschland bis 2022 wahrscheinlich gehen müssten. Insbesondere im Privatkundengeschäft soll demnach gespart werden. Die Deutsche Bank selbst will die Stellenstreichungen nicht bestätigen. In einer Email teilte das Institut mit, dass man keine Einheiten der geplanten Stellenstreichungen auf Ebene der Regionen oder Bereiche kommuniziere.
Ende vergangenen Jahres beschäftigte die Deutsche Bank weltweit noch 91.700 Mitarbeiter und damit deutlich mehr als vergleichbare Wettbewerber. In Deutschland waren es 41.700. Insider sagten zudem, dass außer in Deutschland vor allem in London viele Jobs wegfallen sollen.

Kosten im Privatkundengeschäft sollen runter

Eine Entscheidung soll laut Insidern noch vor dem Investorentag im Dezember fallen. Der Leiter des Privatkundengeschäfts in Deutschland, Manfred Knof, durchforste derzeit das Segment nach Einsparmöglichkeiten. Er prüfe, ob die zweite Zentrale des Segments in Bonn zu einem Außenposten gemacht werden könnte und man die separate rechtliche Struktur des Privatkundengeschäfts auflösen könnte, so mit der Angelegenheit vertraute Personen zu Bloomberg.

Die Entscheidung der Deutschen Bank die Hälfte der Mitarbeiter, die im Rahmen des Sparpakets gehen sollen, in Deutschland zu entlassen, dürfte auf große Kritik stoßen. Allerdings sitzen hier auch fast die Hälfte aller Mitarbeiter insgesamt. Somit macht das Vorgehen durchaus Sinn. Analysten glauben mehrheitlich jedoch nicht daran, dass die Bank ihre Erträge bis 2023 deutlich steigern kann. DER AKTIONÄR schließt sich dem Urteil an. Denn das Umfeld mit Negativzinsen und steigender Regulierung verschärft sich zusehends. Zudem steht Deutschland vor der Rezession. Anleger sollten die Aktie meiden.

Deutsche Bank (WKN: 514000)

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