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01.10.2020 Carsten Kaletta

Commerzbank: Noch nicht hübsch genug für den Hochzeitsmarkt

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Commerzbank

Das Thema "Branchen-Konsolidierung" beziehungsweise "Fusionen" kommt in der europäischen Bankenwelt seit Jahren immer wieder aufs Tapet. Jetzt meldet sich hierzu mit Olaf Scholz auch der Finanzminister und Vize-Kanzler zu Wort: Er rechne mit weiteren Zusammenschlüssen in der deutschen Bankenbranche, so Scholz gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Es werde eine gewisse Konsolidierung geben, aber die Zersplitterung des Marktes sei nicht das größte Problem, sagte der SPD-Kanzlerkandidat am Mittwoch bei einer Veranstaltung der Bundesbank. Es müsse europaweit Fortschritte hin zu einer wirklichen Banken-Union und Kapitalmarkt-Union geben. Offene Märkte seien wichtig. Und es müsse europaweit schlagkräftige Aufsichtsbehörden geben.

Die Bundesregierung ist seit der Finanzkrise von 2008 größter Anteilseigner der Commerzbank. Die „gelbe Bank“ wird immer wieder als Übernahmeziel beziehungsweise Fusionspartner ins Spiel gebracht. Für Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing kommt Insidern zufolge eine Fusion mit einem Wettbewerber allerdings frühestens 2022 in Frage, wie Reuters berichtet. Im kommenden Jahr werde die Deutsche Bank noch mit ihrem Umbau beschäftigt sein und müsse ihre eigenen Hausaufgaben erledigen.


Commerzbank (WKN: CBK100)

Aus Sicht des AKTIONÄR gilt dasselbe für die Commerzbank: Bevor sie sich als mögliche, idealerweise hübsche Braut auf dem Banken-Hochzeitsmarkt präsentieren kann, ist zunächst intern viel Arbeit nötig - mehr als Kosmetik. Anleger sollten deshalb genau beobachten, wie schnell und welche Sofort-Maßnahmen der neue CEO Manfred Knof ab Januar ergreifen wird. Die Commerzbank-Aktie befindet sich derzeit nicht auf dem Kaufzettel des AKTIONÄR.

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