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Dividende, der neue Zins – Dividenden-Zertifikate unter der Lupe (Teil I)

Dividende, der neue Zins – Dividenden-Zertifikate unter der Lupe (Teil I)
Foto: Börsenmedien AG
Solactive European High Dividend Low Volatil (VFP) -%
Thomas Bergmann 14.04.2015, 16:00 Thomas Bergmann
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Die Dividende ist der neue Zins. Nicht nur Robert Geiss hat Dividendentitel für sich entdeckt, immer mehr Anleger schauen sich mangels Zinsen auf ihr Erspartes an den Aktienmärkten um. Besonders beliebt bei den vorsichtigen Investoren sind vor allem die Unternehmen, die im Verhältnis zum Aktienkurs eine hohe Dividende ausschütten. Aus folgenden Gründen:

Erstens sind Dividenden eine regelmäßige Einnahmequelle für den Anleger. Zweitens gelten Unternehmen mit hohen Dividendenausschüttungen als vergleichsweise konservativ. Drittens haben sich die Kurse von dividendenstarken Gesellschaften in der Vergangenheit zumeist als weniger schwankungsanfällig erwiesen als die von Unternehmen ohne Dividende.

Kein Wunder also, dass es eine Vielzahl an Strategien basierend auf dividendenstarken Aktien gibt. Einige sind durch Zertifikate verbrieft und somit ganz einfach für den Privatanleger zugänglich. DER AKTIONÄR stellt im Rahmen einer vierteiligen Serie aussichtsreiche Dividenden-Zertifikate vor. Im ersten Teil dreht sich alles um das Zertifikat auf den Solactive European High Dividend Low Volatility Index.

"Im aktuellen Marktumfeld gibt es wenige Alternativen zu Aktien", sagt Zertifikate-Experte Heiko Geiger vom Schweizer Bankhaus Vontobel. "Viele Anleger besinnen sich daher wieder auf konservative Dividendentitel, wobei sie nach regelmäßigen, konstanten Ausschüttungen und gleichzeitig nach geringen Performanceschwankungen streben." Für diese Anleger komme das Zertifikat auf den Solactive European High Dividend Low Volatility (HDLV) Index zur rechten Zeit.

Maximale Dividenden, minimale Schwankungen

"Dieses Indexkonzept versucht, die Dividendenausschüttungen zu maximieren und die Volatilität als Maß für die  Schwankungsintensität zu minimieren", so Geiger. In einem vierstufigen Auswahlprozess werden zunächst aus den 500 größten Unternehmen Europas diejenigen herausgefiltert, die im abgelaufenen Geschäftsjahr keinen Verlust gemacht und in den letzen fünf Jahren die Dividende nicht gekürzt haben. Aus diesem Topf werden dann die 40 Konzerne mit der höchsten erwarteten Dividendenrendite ausgesucht, bevor daraus die 30 Unternehmen mit dem höchsten durchschnittlichen Dividendenwachstum über die letzten fünf Jahre ausgewählt werden. Übrig bleiben die 20 Aktien mit der geringsten Volatilität.

"Die skizzierte Methodik soll einerseits der Nachhaltigkeit Rechnung tragen", sagt Geiger. Andererseits gilt: "Je geringer die Kursschwankungsbreite, desto besser. Denn Aktien, die zwar eine attraktive Dividende bezahlen, jedoch starke Kursausschläge verzeichnen, bieten in den meisten Fällen keinen Mehrwert und sind mit einem erhöhten Verlustrisiko verbunden", so der Experte.

Clevere Strategie

Seit Auflegung des Produkts im Dezember hat das Produkt bereits 20 Prozent zugelegt. Zwar ist damit die Performance schwächer als im DAX, doch dürfen Anleger sich sicher sein, dass die Verluste nicht so hoch ausfallen werden, sollte es an der Börse mal wieder in die falsche Richtung gehen. Mit 20 Werten im Index ist zudem für eine ausreichende Diversifizierung gesorgt. DER AKTIONÄR sieht ein Kurspotenzial von 145 Euro, der Stopp sollte bei 98 Euro platziert werden.

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