Freitag, 14 Uhr deutscher Zeit: Apple öffnet die Vorbestellungen für sein erstes faltbares iPhone. Zwei Minuten später ist für viele Kunden der Traum vom iPhone Duo unter dem Weihnachtsbaum bereits geplatzt. Liefertermine springen von November auf Dezember, dann auf Januar. Betroffen sind beide Farben und sämtliche Speichervarianten.
Wer heute bestellt, muss sich voraussichtlich bis 25. Januar gedulden – ein Vierteljahr Lieferzeit für ein Gerät, das in Deutschland mindestens 2.299 Euro kostet. Bloomberg-Experte Mark Gurman rechnet vor, was das bedeutet: Wer sein Duo Ende Januar erhält, habe bereits rund ein Viertel der Strecke bis zum erwarteten Nachfolger hinter sich. Apple selbst spricht von einer Nachfrage, die „schlichtweg außergewöhnlich“ sei. Ob zum Verkaufsstart am Freitag (23. Oktober) überhaupt Geräte in den Apple Stores liegen, verrät der Konzern nicht.
„Ein großer Fehler“
Gurman findet deutliche Worte. „Apple hat hier einen großen Fehler gemacht“, schreibt er in seinem wöchentlichen Newsletter. Der Konzern habe von den massiven Lieferengpässen gewusst und das Gerät trotzdem in mehr als 70 Ländern gleichzeitig gestartet, statt wie ursprünglich geplant zunächst nur in den USA und China.
Eine dreimonatige Wartezeit auf ein neues iPhone sei „praktisch beispiellos“. Für einen Konzern, der seine Lieferkette jahrzehntelang zum Wettbewerbsvorteil ausgebaut hat, ist das ein ungewohntes Bild. Doch ausgerechnet dieser Engpass könnte Apple an anderer Stelle in die Karten spielen.
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