Investieren wie Peter Lynch - So geht's
01.02.2021 Andreas Deutsch

GameStop-Wahnsinn geht weiter – so genießt der Ex-Chef die Show

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Die heißblütigen Trader haben die Aktie von GameStop am Freitag um 65 Prozent nach oben katapultiert. Der Titel ging bei einem Kurs von 325 Dollar aus dem Handel, gab nachbörslich aber um vier Prozent auf 312 Dollar nach. Nun haben sich GameStop-Gründer Gary Kusin und sein Sohn Ben zu Wort gemeldet.

Gary Kusin, der GameStop in den 1980er-Jahren gründete, kann die Vorgänge bei GameStop immer noch nicht recht fassen. Der 69-Jährige sagte in einem Interview mit CNBC, er sei wie die meisten anderen an der Seitenlinie geblieben und habe zugesehen. „Ich habe mir nur etwas Popcorn geholt.“

Sein Sohn Ben sei derjenige, der ihn über die Verrücktheiten auf dem Laufenden gehalten habe. Dass ausgerechnet sein Unternehmen Zielscheibe von Hedgefonds und Tradern ist, sei für Gary Kusin „schon eine gewisse Ehre“.

Sein Sohn Ben Kusin ist seit 13 Jahren bei Reddit aktiv. Auch mischt er im Forum r/WallStreetBets kräftig mit. Der Mega-Short-Squeeze habe auch ihn aus der Fassung gebracht: „Das waren zweit Welten, die da aufeinandergeprallt sind“, so Ben Kusin.

Während der Mega-Rallye in den vergangenen Tagen hätten sich er und sein jüngerer Bruder Eric SMS hin- und hergeschickt und ungläubig die Augen verdreht. „Für mich und meinen Bruder ist es besonders lustig zu sehen, wie das mit GameStop passiert“, so Kusin. „Da ist ein Gefühl von Stolz. So wie: Verdammt, ja! Cool zu sehen!“

GameStop (WKN: A0HGDX)

Damit spricht Ben Kusin definitiv den ganzen Robinhood-Tradern und Reddit-Bloggern aus dem Herzen. Der Rest der Anlegerschaft schüttelt nach wie vor den Kopf angesichts des GameStop-Kurswahnsinns. Die Folgen des Ganzen für die Märkte und die Anlagekultur sind noch nicht annähernd abzuschätzen. Jeder, der mitzockt, muss allerdings mit einem großen Knall rechnen.