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11.01.2021 Martin Mrowka

Zwei News pushen Airbus, eine drückt MTU

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Airbus

Aktien der Luftfahrt-Branche stehen angesichts verschärfter Corona-Maßnahmen in der Anlegergunst nicht an vorderster Front. Doch mittelfristig kann ein Blick speziell auf Flugzeugbauer Airbus und Triebwerks-Zulieferer MTU Aero Engines lohnen. Zum Wochenstart entwickeln sich die beiden jedoch nicht einheitlich. 

Nach einem starken Schlussspurt konnte Airbus im vergangenen Corona-Jahr trotz der Krise insgesamt 566 Flugzeuge ausliefern. Vor der Pandemie hatte der Flugzeugbauer 880 Auslieferungen angepeilt. Der Dezember war mit 89 Auslieferungen der stärkste Monat des Jahres.

Auch die Auftragslage war besser als befürchtet: Im Gesamtjahr holte Airbus neue Bestellungen über 383 Maschinen herein – im Gegenzug kassierte der Konzern 115 Stornierungen. Insgesamt verfügt Airbus per Ende Dezember über einen Auftragsbestand von 7.184 Flugzeugen. Das reicht für viele Jahre. Allerdings haben mehrere Fluggesellschaften die Abnahme bereits bestellter Maschinen um Monate oder Jahre in die Zukunft verschoben – eine enorme Belastung für die Airbus-Produktion.

Airbus-Chef Guillaume Faury will das Auslieferungs-Niveau im neuen Jahr jedoch halten, wie er in einer Telefonkonferenz sagte. Er hofft, die Produktion der Mittelstreckenjets aus der A320neo-Familie in der zweiten Jahreshälfte wieder ein Stück hochfahren zu können. Wegen der Coronakrise hat Airbus die Produktion seiner Flieger um rund 40 Prozent gekappt.

Die Analysten der US-Bank JPMorgan haben das MDAX-Papier heute von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 75 auf 101 Euro angehoben. Die Airbus-Aktie gewinnt in schwächerem Umfeld auf Xetra zeitweise über zwei Prozent auf 91,86 Euro an Wert.

Airbus (WKN: 938914)

Analyst David Perry wendete in einer aktuellen Studie einen höheren Bewertungsmultiplikator für die Airbus-Aktie an. Er begründete dies nun mit dem Glauben, dass viele Investoren bei dem Flugzeugbauer über 2021 hinaus viel längerfristiger auf die Aktie blickten. Airbus sei bei dieser Sichtweise im Sektor am attraktivsten bewertet.

Die Aktie von Konkurrent Boeing leidet derweil am Montag unter dem Flugzeugabsturz in Indonesien und einer Milliarden-Strafe wegen des 737-Max-Debakels. Im deutschen Handel rutscht der Dow-Wert um gut zwei Prozent ab auf 167,62 Euro.

Auch das Papier des Flugzeug-Zulieferer MTU Aero Engines schwächelt. Ein Grund: Die Citigroup hat den DAX-Wert am Montag zum Verkauf empfohlen. Analyst Charles Armitage lobte zwar, dass MTU ein großartiges Unternehmen sei. Die Abstufung auf "Sell" begründete er aber mit der hohen Bewertung, sodass er dies für schon mehr als im Kurs eingepreist hält. Der Experte sieht Risiken, was die Schätzungen für 2021 mit einer nur langsamen Geschäftserholung im Zuge der zweiten Coronavirus-Welle betrifft.

Die MTU-Aktie hat sich seit dem Corona-Crash Tief zwischenzeitlich etwa verdoppelt. Nun sei vorerst nur mit einer unterdurchschnittlichen Entwicklung zu rechnen. Die MTU-Aktie verliert am Montag-Vormittag zeitweise über ein Prozent auf 205,30 Euro.

MTU Aero Engines (WKN: A0D9PT)

Luftfahrt-Aktien leiden unter den anhaltenden Corona-Beschränkungen im Reiseverkehr. Doch mit den begonnen Impfkampagnen dürfte die Pandemie in den Griff zu bekommen sein, der weltweite Luftverkehr wird sich wieder erholen. Zwar wird es noch Jahre dauern, bis das Niveau von 2019 wieder erreicht wird. Aber Airbus-Aktien sollten davon mittel- und langfristig stärker profitieren als Boeing. Auch bei MTU brauchen Anleger Geduld. DER AKTIONÄR hält den DAX-Wert weiterhin im TSI-Musterdepot.

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