21.03.2019 Florian Söllner

Zu erfolgreich: „Klagestorm“ für Tesla Model 3 in Norwegen

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Tesla
Trendthema

Endlich kommt das Model 3 in großen Stückzahlen nach Europa. Besonders begehrt sind Elektroautos weiterhin in Norwegen, dem Land mit einer der weltweit höchsten staatlichen Förderung. Entsprechend massiv die Anzahl der dortigen Tesla-Fans. Es brummt: In einem Monat wurden bereits rund 3.000 Tesla-Fahrzeuge registriert, die meisten davon sind das Model 3 – ein neuer Rekord, wie die Grafik von teslastats.no eindrucksvoll zeigt.

Welle an Beschwerden

Auch die große norwegische Zeitung Dagbladet meldet: „Es besteht kein Zweifel, dass ein besonderes Interesse an dem neuen Model 3 besteht.“ Doch die Head im Online-Auftritt schmückt ein großes „Klagestorm“ (Flut an Beschwerden). Der große Bestell-Druck habe dazu geführt, dass Kunden, die sich mit Tesla in Verbindung setzen wollen, weder telefonisch noch per E-Mail eine Antwort erhalten. Manche seien stundenlang in der Warteschleife hängen geblieben, bei anderen wurde auf eine bereits volle Voicebox verwiesen. Es gab nicht nur Fragen zur Qualität der Autos, sondern auch eigentlich leicht zu beantwortende Fragen zur Anmeldung der Fahrzeuge – doch die Tesla-Infrastruktur ist bislang mit dem Ansturm überfordert.

Dass große norwegische Zeitungen dieses Thema aufgreifen, sollte eine Warnung für Elon Musk sein, den Abbau von Personal und Sparmaßnahmen nicht zu überreizen, da sonst das größte Asset von Tesla, die Marke, leidet. Auch in Deutschland mahnte zuletzt Tesla-Fahrer Dirk Henningsen vom E-Auto-Vlog: Tesla muss sich unbedingt ändern, um keine treuen Fans zu verlieren.

Tesla wird auch dieses Mal den Ansturm bewältigen, doch große Player wie Apple oder Amazon greifen wohl nur eines Tages bei Tesla zu, wenn neben dem Know-how eine glänzende und wertvolle Auto-Marke einverleibt werden kann.

Die aktuelle Einschätzung zur Tesla-Aktie ist im neuen AKTIONÄR TV zu sehen:

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikationangesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Tesla.