Lob von Prof. Dudenhöffer für den Auto-Aufsteiger Xiaomi. Er berichtet live aus China von der Rückkehr des Wachstums für BYD und den Comeback-Versuchen von BMW und Mercedes.
Früher pilgerte die Welt nach Zuffenhausen und München, um die spannendsten Trends der Autowelt zu entdecken. Jetzt lädt China zur größten Autoshow der Welt, der „AUTO CHINA“ in die Hauptstadt Beijing. Auch Autoexperte Professor Dudenhöffer ist vor Ort.
Lidar-Sensoren, die man für das autonome Fahren braucht, kommen aus China, die Lithium-Ionen-Batterie hat in China ihre Heimat, Robo-Taxen sind in China – sichtbar und für jedermann nutzbar - in den Mega-Cities unterwegs, das Smart Cockpit hat nicht in USA oder Europa seine Heimat, sondern in China.
CAR Bochum ist vor allem von der HSR-Altempfehlung Xiaomi begeistert und schreibt in seiner neuen Analyse: Völlig neue Autounternehmen sind entstanden, wie etwa Xiaomi. In Rekordzeit hat Xiaomi ein Bilderbuch-Autowerk gebaut und nach 18 Monaten die Zahl von 500.000 produzierten Elektroautos überschritten. Im März 2026 stellte Xiaomi die weiterentwickelte Version seiner Elektro-Limousine SU7 vor. In 34 Minuten, so Lei Jun, der CEO von Xiaomi, wurden 15.000 Aufträge für die neue Generation des SU7 entgegengenommen. Das Fahrer-Assistenz-System basiert auf einem Nvidia Thor Chip und wird von einem XLA Cognitive Large Language Model Rechenprogramm gesteuert.
DER AKTIONÄR war bereits 2024 in Guangzhou, China und HongKong und hat die damals neue Xiaomi-Limousine Probe gefahren. Das ist uns aufgefallen: Die Marke Xiaomi ist Kult und CEO Lei Jun laut jungen Menschen, die wir getroffen haben, „ein Rockstar“. Der Mut, Tesla mit dem SU7 die Stirn zu bieten, hat noch mehr Kids veranlasst, Smartphones und Wearables der „China-Apple“ zu kaufen.
Doch zwischenzeitlich hatten wir die Xiaomi-Position Nahe des Höchststandes im Depot 203 verkauft – und auf neue Contrarian-Wetten wie Bloom, Aixtron oder AT&S gesetzt. Und nach dem Öl-Schock kaufen wir wieder E-Mobilitäts-Titel wie Panasonic und Samsung SDI (Verdopplung seit Erstkauf) zu. Ganz neu: Ein frischer Depot-2030-Titel und E-Auto-Favorit – und es ist nicht Xiaomi.
China-Dominanz wird exportiert
Es ist ein Xiaomi-Rivale, der auch auf Batterien für grüne Energien für KI-Kraftwerke setzt. Und das Auto-Geschäft nimmt Schwung auf. Dudenhöffer live aus China: „Die Dominanz von China wird in den nächsten Jahren „exportiert“ werden. Autowerke von chinesischen Autobauern in Europa, USA, Südamerika sind in der Pipeline. Es ist ein ähnliches Modell, wie das der Japaner vor 50 Jahren oder der Deutschen vor 70 Jahren.“
Darauf reagieren auch die Deutschen: „Die Fahrzeug-Entwicklung, Design und Engineering sind bereits in den letzten Jahren nach China gewandert. So wird autonomes Fahren für BMW oder Mercedes von dem chinesischen Unternehmen MOMENTA für den Markt China entwickelt. Bei Audi spielt Huawei eine Rolle und bei Volkswagen in China baut man auf den jungen HalbleiterHersteller Horizon Robotics und den Autobauer.“
China-Markt wächst wieder
Gute News für den Autosektor: Ende 2025 wurden die staatlichen Verkaufsprämien für Elektroautos deutlich gekürzt. Diese Kürzungen sind in den ersten drei Monaten deutlich zu spüren. Nach Einschätzung des CAR Bochum sind die „Anpassungen“ im ersten Quartal zu großen Teilen „verdaut“, so dass im weiteren Verlauf des Jahres eine Normalisierung eintritt. Hinzu kommt der wichtige fünf Jahresplan der chinesischen Zentralregierung. Im Plan ist das Wachstum „verordnet“. Die Stadt Shanghai hat dazu wie andere Regionen bereits Ende 2025 neue Verschrottungsaktionen - also Prämien für den Eintausch von Gebrauchtwagen beim Neuwagenkauf – in Kraft gesetzt.
Fazit für die heimische Industrie von Dudenhöffer: „Zu teuer, zu langsam, zu wenig innovativ. Wir entwickeln in Deutschland die besten Autos und bauen sie in Fabriken nach dem Deutschland Produktionsmuster in China nach. Immer mehr Varianten, mehr Antriebsvielfalt stehen bei den deutschen Autobauern im Fokus. Ganz im Gegenteil etwa zu Xiaomi, die mit einem Modell in zwei Varianten große Verkaufsschritte erzielen. Das Einzige was die Autos der Deutschen zwischen München und Beijing unterscheidet, ist ein längerer Radstand der sonst gleichen Fahrzeuge für China. Das ist zu wenig.“
Aber der Experte sieht auch Lichtblicke: „Der VW-Konzern hat mit seiner „In China für China“ einen großen Schritt in ein neues Geschäftsmodel gemacht. Das Jahr 2026 wird ein Art Lackmustest für die „In China für China Strategie“. Mercedes ist dabei, größere Wertschöpfungsumfänge nach China zu verlegen. Eine Art kleine „In China für China“ Bewegung.“
„Neue Xiaomi“ und bessere „D-Wave“ im Depot 2030
Den Mutigen gehört die Welt – wir tätigen im Depot 2030 den wohl heißesten Trade des Jahres mit dem Kauf eines Quanten-Pure-Plays. Zudem wurde unser neuen China-Auto-Favorit nachgekauft. Einfach hier für alle Transaktionen und Details des Depot 2030 und TFA-Depot freischalten.
Heute, 14:57