Die ASML-Aktie verliert am Montagnachmittag plötzlich mehr als fünf Prozent und fällt damit auf ein neues Monatstief. Auslöser für den Kursrutsch war ein Bericht von The Information, welchem nach China die Serienproduktion eigener DUV-Chipfertigungsanlagen starte.
DUV steht für „Deep Ultraviolet“ und bezeichnet Lithografiesysteme, mit denen Schaltkreisstrukturen auf Siliziumwafer belichtet werden. Sie sind das Herzstück jeder Chipfabrik. Dieser Markt wurde bislang praktisch vollständig vom niederländischen Konzern ASML dominiert, ergänzt durch die japanischen Anbieter Nikon und Canon. Seit 2023 unterliegt der Export moderner DUV-Systeme nach China westlichen Ausfuhrbeschränkungen, was den Kapazitätsausbau chinesischer Chiphersteller bislang ausbremst hat.
Konkret will China bis Ende des Jahres fünf DUV-Maschinen herstellen, im kommenden Jahr soll die Anzahl auf 20 erhöht werden. Die technologische Abstand in der Halbleiter-Industrie zwischen China und den USA schrumpft damit immer weiter.
Wenig überraschend kommen angesichts dessen nicht nur die Papiere von ASML am Montag unter Druck, sondern auch der US-amerikanische Technologie-Sektor. Der Nasdaq 100 fällt am Nachmittag um knapp ein Prozent und notiert damit bereits knapp zehn Prozent unter seinem Allzeithoch von Anfang Juni.
Zwar wird China nicht in kürzester Zeit riesige Stückzahlen an DUV-Maschinen herstellen, weshalb der Kurssturz bei ASML überzogen sein dürfte. Doch die Entwicklung ist damit weiterhin eindeutig: China holt beim KI-Rennen weiterhin stark auf und könnte die USA früher überholen, als es die Meisten vor wenigen Monaten noch für möglich gehalten hatten. Es ist deshalb praktisch unvermeidbar, dass sich diese Entwicklung auch bald in den Aktienkursen widerspiegeln wird – das Aufwärtspotenzial ist riesig. Anleger abonnieren deshalb jetzt noch schnell den Börsenbrief China Stock Report und sichern sich regelmäßige Live-Updates sowie exklusive Trades.
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