Der französische KI-Pionier Mistral AI hat seine Bewertung innerhalb eines Jahres nahezu verdoppelt. In der jüngsten Series-D-Finanzierungsrunde sammelte das Unternehmen drei Milliarden Euro ein und wird nun mit mehr als 21 Milliarden Euro bewertet. Davon profitiert auch der niederländische Konzern AMSL. Dieser hatte bereits im vergangenen Jahr Milliarden in Mistral investiert.
Bei der nun abgeschlossenen Finanzierungsrunde handelt es sich um die bislang größte Eigenkapitalrunde eines europäischen Technologieunternehmens. Angeführt wurde die Runde von Samsung Electronics, zudem beteiligten sich unter anderem der Scaleup Europe Fund und der bisherige Investor PSG Equity. Auch ASML und Nvidia waren erneut dabei.
AMSL verdient ordentlich mit
Für den niederländischen Halbleiterausrüster ist das ein lohnendes Investment. ASML hatte bereits im September 2025 die Series C von Mistral angeführt und 1,3 Milliarden Euro investiert. Damals wurde Mistral mit 11,7 Milliarden Euro bewertet. ASML erhielt dafür rund elf Prozent an dem KI-Unternehmen und wurde zum größten Einzelaktionär.
Rein rechnerisch wäre der ursprüngliche ASML-Anteil bei der heutigen Bewertung von mehr als 21 Milliarden Euro inzwischen rund 2,3 Milliarden Euro wert. Damit hätte sich der Wert der Beteiligung seit dem Einstieg um knapp eine Milliarde Euro beziehungsweise rund 80 Prozent erhöht.
Allerdings ist dies lediglich ein kalkulatorischer Wert: ASML beteiligte sich auch an der jüngsten Finanzierungsrunde, zudem dürfte sich der Anteil durch die Kapitalerhöhung verändert haben. Wie hoch die Beteiligung aktuell tatsächlich ist, wurde bislang nicht veröffentlicht. Im Geschäftsbericht 2025 weist ASML einen Anteil von 11,1 Prozent auf voll verwässerter Basis aus.
Technologie-Partnerschaft überwiegt Buchgewinn
Noch wichtiger als der mögliche Buchgewinn ist für ASML jedoch die strategische Komponente. Die beiden Unternehmen haben bereits im vergangenen Jahr eine langfristige Partnerschaft vereinbart. Mistrals KI-Modelle sollen unter anderem in ASMLs Produkte, Forschung und Entwicklung sowie operative Prozesse integriert werden. Ziel sind schnellere Entwicklungszyklen, höhere Effizienz und eine präzisere Lithografie.
Für ASML ist die Nachricht, dass der Wert der Beteiligung gestiegen ist, erfreulich. Gelingt es dem Papier nun die 200-Tage-Linie zu überwinden, dürfte sich der Aufwärtstrend bald dynamisch fortsetzen. Die ASML-Aktie ist ein Kauf.
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