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26.10.2020 Adam Maliszewski

Wall Street Vorbericht: Verstärkter Abgabedruck – SAP schwappt rüber – Techs in der Breite schwächer – Warten auf Google-Mutter

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DowJones

Die Vorgaben für den amerikanischen Aktienmarkt zum Wochenstart sind mit roten Vorzeichen versehen. Die Standardwerte tendieren im frühen vorbörslichen Handel leicht schwächer, bei den meisten Tech-Aktien dauern die Kursverluste an.

Die hohe Zahl der Neuinfektionen und die schlechte Verfassung der asiatischen und europäischen Aktien drückt erheblich die Indikationen für die Eröffnung bei den amerikanischen Werten. Der Markt schießt sich nunmehr auf einen Sieg des Demokraten Joe Biden bei der US-Präsidentschaftswahl am 3. November ein. Der Terminkontrakt auf den Standard & Poor's zeigt mit einem Minus von rund einem Prozent (etwa 3.415 Punkte) eine erhebliche Unsicherheit bei den Investoren auf.

Auch die ersten Indikationen für den Nasdaq-Future (minus 1,0 Prozent auf 11.563) weisen auf einen schwachen Wochenbeginn hin. So wirke die Nachricht vom Patt in Washington bei den Verhandlungen über ein Notfall-Konjunkturprogramm immer schwerer, Händler wollen in der letzten Handelswoche einige Positionen anpassen und lieber Gewinne sicherstellen. In der dritten Oktober-Woche hatten die US-Märkte auf ganzer Front an Boden verloren und eine enttäuschende Vorstellung geliefert.

Experten bei NatWest Markets hoben am Wochenende in ihrer Prognose die Chancen auf einen Sieg der Demokraten auf über 50 Prozent (zuvor 40 Prozent), bei der Frage nach dem nächsten US-Präsidenten die Wahrscheinlichkeit für Joe Biden sogar auf 75 Prozent (nach nur 65 Prozent) zuvor.

Ein weiterer belastender Faktor dürfte die Marktschwäche beim deutschen Softwareriesen SAP sein. Die Aktie der Walldorfer war zwischenzeitlich am Montagmorgen um über 20 Prozent eingebrochen. Der Druck schwappt auch zu den US-Anbietern rüber. Der Vorstand hatte ein relativ glanzloses Zahlenwerk für das dritte Quartal präsentiert, und auch der Ausblick für die Folgejahre wurden von den Analysten als „eher gedämpft“ eingeschätzt. Mittelfristige Ziele seien deutlich zurückgesetzt worden. Dabei belastete vor allem auch der Umsatz mit Cloudsoftware, der nun mit 8 bis 8,2 Milliarden Euro beziffert wird, hier standen zuvor 8,3 bis 8,7 Milliarden Euro im Plan.

Unter dem Eindruck der Entwicklungen dürften die betroffenen Aktien im Fokus der Anleger stehen:

Oracle (minus 3,1 Prozent auf 58 Dollar)

Workday (minus 4 Prozent auf 215,50 Dollar) sowie

Salesforce (minus 2,4 Prozent auf 244,40 Dollar).


Die Google-Mutter Alphabet gibt in dieser Woche das Zahlenwerk zum dritten Quartal bekannt. Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer die Ergebnisse zu Q3 (Donnerstag). Der Durchschnitt der Analystenschätzungen kommt auf einen Gewinn von 14,40 Dollar (10,13 Dollar in Q2) je Aktie. Der Bericht gibt auf jeden Fall genaueren Aufschluss über die Entwicklungen am weltweiten Werbemarkt, dem Cloud-Computing sowie die Zukunftswetten autonomes Fahren, Waymo, und das Life-Science-Unternehmen Verily.