17.03.2015 Maximilian Steppan

Wacker Chemie: Droht der Absturz?

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DAX
Trendthema

Dem schwachen Gesamtmarkt kann sich die Wacker Chemie-Aktie trotz Dividendenerhöhung nicht entziehen. Allerdings hält sich das Minus von zwei Prozent im Rahmen. Ein Analyst sieht aber noch weitaus größeres Unheil auf den MDAX-Titel zukommen.

Bär vs. Bulle

Nils-Peter Gehrmann von der Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Wacker Chemie nach den Zahlen auf „Sell“ mit einem Kursziel von 78 Euro belassen. Damit sind die Papiere aus Sicht von Gehrmann um 44 Prozent zu teuer. Die Zahlen für das vierte Quartal hätten zwar innerhalb der Erwartungen gelegen, allerdings sei das Ziel für das operative Ergebnis (EBIT) 2015 darunter geblieben. Um das derzeitige Bewertungsniveau zu rechtfertigen, müsse der Polysilizium-Spotpreis steigen. Aktuell sei aber das Gegenteil der Fall und er rechne nicht damit, dass sich der Spezialchemiekonzern von diesem Trend abkoppeln könne. Die Preise für Polysilizium sind seit Jahresbeginn um sechs Prozent gefallen, nachdem sie sich im Vorjahr erholt hatten.

Dem sehr pessimitischen Gehrmann steht  Christoph Schöndube von Independent Research gegenüber. Schöndube hat sein Kursziel für Wacker Chemie nach vorgelegter Bilanz von 115 auf 123 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Halten" belassen. Während die endgültigen Zahlen für das vierte Quartal größtenteils den vorläufigen entsprochen hätten, habe der Dividendenvorschlag von 1,50 Euro je Aktie positiv überrascht. Aus Sicht des Experten dürfte 2015 ein Übergangsjahr für den Chemiekonzern sein. Positive Kursimpluse erwartet er, sobald sich die Pläne hinsichtlich eines möglichen Börsengangs der Halbleitersparte konkretisieren.

Dabeibleiben!

DER AKTIONÄR ist bereits seit dem Ausbruch über die wichtige 100-Euro-Marke mit einem Turbo-Bull investiert. Der Schein im Derivate-Musterdepot notiert mittlerweile über 50 Prozent im Plus. Investierte Anleger bleiben dabei und lassen die Gewinne weiterlaufen.


(mit Material von dpa-AFX)