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Vonovia: Nervosität und neuer Gegenwind vor Zahlen

Vonovia: Nervosität und neuer Gegenwind vor Zahlen
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Michael Herrmann 31.07.2025, 08:26 Michael Herrmann

Deutschen Wohnungskonzernen droht neuer Gegenwind. Berlins designierter Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf spricht sich offen für die Enteignung großer Wohnungskonzerne wie Vonovia aus. Beim größten Wohnungskonzern Deutschlands stehen zudem bald neue Zahlen an. Die Nervosität ist im Vorfeld spürbar.

Die Berliner Wohnungsdebatte bekommt neuen Zündstoff: Werner Graf, der designierte Spitzenkandidat der Grünen für die kommende Abgeordnetenhauswahl, hat sich im Interview mit dem Tagesspiegel klar für die Enteignung großer Immobilienunternehmen ausgesprochen. „Wir fühlen uns verpflichtet, diesen Auftrag umzusetzen“, sagte Graf mit Blick auf den Volksentscheid zur Enteignung großer Wohnungsbestände. Gemeint sind vor allem börsennotierte Player wie Vonovia oder Deutsche Wohnen.

„Wohnungsunternehmen, die lieber möglichst viel Profit als Dividende an der Börse ausschütten, statt in Instandhaltung oder bezahlbare Mieten zu investieren, will ich nicht auf dem Berliner Wohnungsmarkt haben“, meint Graf.

Er kündigte an, seine Partei werde einen neuen Volksentscheid mit einem konkreten Gesetz aktiv unterstützen. Parallel arbeite man an einem sogenannten „Bezahlbare-Mieten-Gesetz“, das auch kleinere Vermieter stärker in die Pflicht nehme. Ziel sei es, Instandhaltung zu erzwingen und überhöhte Mieten zu verhindern. Die klare Ansage: Wer sich dem nicht fügt, solle den Berliner Markt verlassen.

Solche Aussagen wirken wie ein Brandbeschleuniger für die ohnehin nervöse Immobilienbranche. Anleger des Branchenprimus Vonovia blicken zudem gespannt auf den kommenden Mittwoch: Dann wird der Bochumer Konzern seine Quartalszahlen veröffentlichen.

Die Konsensschätzung für den Gewinn je Aktie liegt bei 0,40 Euro. Das wäre ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum ersten Quartal 2025, als 0,60 Euro je Aktie zu Buche standen. Im zweiten Quartal 2024 war allerdings noch ein Verlust von 0,95 Euro aufgelaufen.

Vonovia (WKN: A1ML7J)

Der politische Gegenwind nimmt nicht ab. Auch charttechnisch hat sich das Bild bei Vonovia zuletzt wieder eingetrübt. Vor den Zahlen sollten Anleger daher erst einmal abwarten. Generell bleibt die Aktie aber eine spannende Turnaround-Spekulation. Investierte Anleger bleiben daher an Bord.

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