Die Vonovia-Aktie ist unter 18,00 Euro aus dem Handel gegangen. Dabei hatte sie zunächst noch darüber gelegen. Im weiteren Verlauf dürften Anleger aber angesichts der Berlin-Wahl am Wochenende vorsichtiger geworden sein. Der Ausgang dürfte Vonovia alles andere als freuen. Droht dem Kurs nun das nächste Unheil?
Für Vonovia ist die Hauptstadt von besonderer Bedeutung. Berlin ist der wichtigste Markt des Immobilienkonzerns und damit auch ein zentraler Faktor für die politische und öffentliche Wahrnehmung der Aktie. Forderungen nach strengeren Regeln für private Vermieter oder sogar nach einer Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände treffen den Konzern deshalb besonders stark.
Entscheidend ist nun, welche politischen Mehrheiten sich in den kommenden Wochen herausbilden. Dabei geht es nicht nur um die Frage, wer künftig regiert. Ebenso wichtig ist, welche Forderungen in einem möglichen Koalitionsvertrag landen – und ob aus dem Wahlkampf konkrete politische Vorhaben werden.
Der Wahlausgang ist für Vonovia zunächst der Worst Case. Die Linke hat die Wahl klar gewonnen – und damit ausgerechnet jene Partei, die offen mit einer Vergesellschaftung von Wohnungen privater Anbieter wie Vonovia geworben hat. Das Ergebnis dürfte die Partei in ihren Forderungen bestätigt sehen. Zusätzlichen politischen Sprengstoff liefert ein weiterer Aspekt des Wahlausgangs.
Heute, 07:37
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