Mit der Aktie von Vonovia geht es bereits seit mehreren Wochen immer weiter bergab. Und im gestrigen Handel folgte der nächste Tiefschlag für die Anteilseigner des Bochumer Immobilienkonzerns: Denn im Zuge der erneuten Anpassung der Prognose nach unten gab der DAX-Titel wieder deutlich nach.
So verbilligte sich die Aktie von Vonovia zwischenzeitlich um mehr als sechs Prozent. Im weiteren Handelsverlauf stabilisierte sich der Kurs wieder. Denn offenbar hielten mehrere Marktteilnehmer das aktuelle Kursniveau für attraktiv.
So haben etwa die Experten von Berenberg ihr Kursziel für Vonovia deutlich von 34,50 auf 23,00 Euro reduziert. Die Kaufempfehlung bleibt jedoch bestehen, was angesichts des sich daraus errechnenden Aufwärtspotenzials von 44 Prozent auch nachvollziehbar ist. Analyst Kai Klose nahm die schwächere Ergebnisperspektive und das gestiegene Zinsniveau in seine Bewertung auf. Für die Aktie spreche weiterhin das vergleichsweise stabile Vermietungsgeschäft: Im ersten Halbjahr steuerte es 87 Prozent zum operativen Konzernergebnis bei.
UBS bleibt bullish
Auch die UBS bekräftigt ihr „Buy“-Votum und sieht den fairen Wert ebenfalls erst bei 23,00 Euro erreicht. Analyst Charles Boissier führt Vonovias vorsichtigere Einschätzung auf höhere Zinsen und ein schwierigeres Finanzierungs- und Transaktionsumfeld zurück. In seiner ersten Reaktion verwies er sowohl auf den gesenkten Ausblick für 2026 als auch auf die ersten Hinweise zur Entwicklung 2027 und die reduzierten Ziele für 2028.
Die Aktie von Vonovia sollte auf jeden Fall auf der Watchlist belassen werden. Zugreifen sollte man beim charttechnisch angeschlagenen DAX-Titel angesichts der weiter bestehenden Risiken aber weiterhin nicht. Stattdessen sollte von der Seitenlinie aus eine nachhaltige Bodenbildung beziehungsweise eine Trendwende abgewartet werden.
Heute, 07:28
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