Mit Spannung war der Börsengang des Rüstungszulieferers Vincorion erwartet worden. Und die ehemalige Jenoptik-Sparte hat auf ganzer Linie überzeugt. Die Aktie notiert auch am Nachmittag noch deutlich über dem Ausgabepreis. DER AKTIONÄR hat mittlerweile mit CEO Kajetan von Mentzingen gesprochen.
Vincorion notiert derzeit bei etwa 19 Euro rund zwölf Prozent über dem Ausgabepreis von 17,00 Euro je Aktie. In der Spitze hatte die Aktie sogar bei 19,93 Euro notiert. Aktuell bringt der Konzern, der weiter mehrheitlich dem Private-Equity-Investor Star Capital gehört, rund 950 Millionen Euro auf die Börsenwaage.
Der Name Vincorion setzt sich aus dem lateinischen vincere (siegen) und dem Sternbild Orion zusammen und soll sinnbildlich für steigende Kurse stehen. Der Konzern ist auf Energie- und Mechatroniklösungen spezialisiert, die primär im Militärbereich zur Anwendung kommen. Im Fokus stehen dabei etwa Komponenten für den Kampfpanzer Leopard 2, den Schützenpanzer Puma oder Luftabwehrsysteme wie Iris-T. 2025 erzielte der Konzern einen Umsatz von rund 240 Millionen Euro. Das durchschnittliche Wachstum betrug laut Unternehmensangaben in den Jahren 2023 bis 2025 rund 22 Prozent pro Jahr.
DER AKTIONÄR hat das IPO genutzt und ein Interview mit CEO Kajetan von Mentzingen geführt. Im ausführlichen Gespräch zeigt er sich erwartungsgemäß zufrieden und peilt mit seinem Unternehmen ehrgeizige Ziele an.
DER AKTIONÄR wird die Vincorion-Story genau beobachten. Die Bewertung ist ähnlich wie zuletzt beim IPO des Marinetechnik-Spezialisten Gabler vergleichbar mit anderen Playern aus der Branche. Die Aktie ist durchaus interessant und kommt zunächst einmal auf die Watchlist. An den ersten Handelstagen könnte es aber zu höherer Volatilität kommen, wenn es zu Abgabedruck durch Institutionelle kommen sollte
Heute, 15:15