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02.09.2014 Florian Söllner

Verrückte Jugend: Gameloft kooperiert mit Amazon-Tochter Twitch

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GAMELOFT

Wer Computerspiele an sich schon für Zeitverschwendung hält, der wird angesichts des neuen Phänomens Twitch erst recht mit dem Kopf schütteln. Viele Jugendliche schauen auf dieser Live anderen Menschen dabei zu, wie sie Computerspiele spielen. 55 Millionen Unique User zählt Twitch bereits. In Traffic gemessen ist die Spiele-Video-Seite sogar bereits eines der Top-5-Portale der USA. Ende August hat Amazon diesen neuen Trend erkannt und das Portal für knapp eine Milliarde US-Dollar gekauft.

In folgendem Video geht Gamespot der Frage nach: Wieso kommt Twitch so gut an? Eine naheliegende Erklärung: Es verhält sich wie im Fußball-Stadion. Auch hier sind die Stars aktiv und die Masse guckt nur zu.

Auch der französische Spiele-Programmierer Gameloft sieht das Potenzial in Twitch. Am 27. August wurde eine Kooperation bekannt gegeben. Demnach ist das Spiel Heroes of Order & Chaos das erste Multiplayer-Arena-Games, welches Twitch bereits integriert hat. Damit können die elf Millionen Spieler im Handumdrehen ihre Games mit anderen teilen und per Mikrofon oder Webcam mit Gleichgesinnten darüber plaudern.

Gameloft ist Marktführer im Megamarkt Mobile-Games. Täglich werden eine Million neuer Spiele downgeloadet. Für Enttäuschung hatten die Zahlen für das zweite Quartal gesorgt. Der Umsatz wuchs nicht wie gewohnt zweistellig, sondern stagnierte bei 55 Millionen Euro. Ein Nullwachstum, ein Schreck für so manchen Börsianer.

Doch auf den zweiten Blick wird klar: Das ist nicht das Ende des Siegeszuges, sondern nur ein Innehalten vor dem nächsten Wachstumssprung. Denn von den bis zu 15 Spielen, die Gameloft 2014 veröffentlicht, wurden lediglich vier in den ersten sechs Monaten releast. Abenteuer-Spiele wie Ice Age Adventures oder Spider-Man versprechen viel Dynamik in den restlichen Monaten des Jahres. Auch der Erfolg des erst am 24. Juli gestarteten Modern Combat 5 macht sich erst in den nächsten Zahlen bemerkbar. In 75 Ländern schaffte es das Spiel auf Anhieb in die Top 5 der meistverkauften Apps.

Hot Stock vor Rebound

Die Gameloft-Aktie war „Hot Stock der Woche“ (Ausgabe 33/2014) und hat die Chance auf einen kräftigen Turnaround. Mutige Anleger gehen eine erste Position ein, vergessen aber nicht, einen Stoppkurs zu setzen.

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